Die Konkurrenz ist groß, aber die württembergischen Fahrer sind bereit. Gleich fünf Motorsportler aus der Region messen sich beim ADAC Supercross Stuttgart mit den Besten. Mit Mark Scheu mischt ein Lokalmatador sogar in der SX1 mit. Der 27-Jährige aus Grabenstetten strebt das Finale an.

Die Teilnehmerliste beim ADAC Supercross Stuttgart (6./7. November) kann sich sehen lassen: In der Topklasse SX1 tauchen Stars wie Gregory Aranda und Jordi Tixier (beide Frankreich) oder US-Champion Ryan Breece auf. Aber Mark Scheu (1. RMC Reutlingen) hat keine Furcht vor großen Namen und darf nach einer guten Motocross-Saison auf einen Sprung nach vorne hoffen. Scheu ist neben Nico Koch aus Braunschweig der zweite deutsche Fahrer in der SX1.
„Draußen ist es super gelaufen“, sagt Scheu, der deutscher Vizemeister im Motocross (DMX Open) wurde. Der Start ging zwar daneben, weil der 27-Jährige gleich beim ersten Rennen ausfiel und auch im zweiten nur einen achten Rang belegte. Aber dann nahm er Fahrt auf und zeigte vor allem auf Hartböden starke Leistungen. „Danach war ich jedes Wochenende unter den Top drei und habe mich nach vorne gekämpft.“

Den Schwung will er mit in die Hanns-Martin-Schleyer-Halle nehmen. Schon seit einiger Zeit trainiert Scheu regelmäßig im thüringischen Mattstedt. Als Vorbereitung auf den Wettkampf in Stuttgart nimmt er Ende Oktober an einem niederländischen Supercross-Event teil. Anschließend steht Stuttgart an. Scheu hat sich vorgenommen, dieses Mal ins Finale einzuziehen, das er im vergangenen Jahr in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle verpasst hat. „Ich war einfach zu langsam. Ich bin damals aber auch aus einer Verletzung gekommen. Dieses Mal bin ich topfit.“ Dennoch startet Scheu unter erschwerten Bedingungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Motorsportlern, die beim ADAC Supercross Stuttgart am Start sind, ist er kein Vollprofi, arbeitet zwei bis drei Tage die Woche bei seinem Vater mit, der in Grabenstetten (Kreis Reutlingen) einen Holzbaubetrieb hat.

In der Schleyer-Halle erwartet Scheu viele Freunde und Familienmitglieder, denen er natürlich zeigen will, was er kann. Der Trubel in Stuttgart mache ihm nichts aus. „Das ist kein zusätzlicher Druck für mich. Ich mache mein Ding.“ Er wolle seinen Fans auch etwas zurückgeben. „Ich bin keiner der nein sagt, und Autogrammstunden und Interviews machen Spaß.“

Lokalmatadore auch in der SX2 stark vertreten
Auch die SX2 ist in diesem Jahr stark aufgestellt. Auf die deutschen Supercrosser warten namhafte Fahrer aus Spanien, Frankreich, Italien und den USA. Die Local Hero-Quote ist hoch: Mehr als die Hälfte der deutschen Teilnehmer stammt aus Württemberg. Mit von der Partie in der Schleyer-Halle sind Leo Paukovic aus Öhringen, Elias Stapel aus Reutlingen, Malik Schoch aus Wildberg und Paul Bloy aus Biberach.

ADAC Supercross Stuttgart: Exklusiver Zugang mit Holeshot Pass
Für das ADAC Supercross Stuttgart gibt es Tickets in den Kategorien Gold, Silber und Bronze. ADAC Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von zehn Prozent auf Silber-Tickets. Alle Karten berechtigen auch zum kostenlosen Eintritt ins Fahrerlager. Die Tickets sind erhältlich online (www.supercross-stuttgart.de/tickets), in den ADAC Geschäftsstellen oder telefonisch unter 0711 2800 136. Eintrittspreise: Kindertickets (6 bis 14 Jahre) ab 27 Euro, Jugendtickets (15-17 Jahre) ab 37 Euro, Tickets für Erwachsene ab 51 Euro.
Zum ersten Mal gibt es für Samstag, 7. November, den „Holeshot Pass“, der den Zugang zur Halle bereits eine Stunde vor Öffnung und ein besonderes Supercross-Special garantiert. So hat man auch vor Hallenöffnung bereits Zugang zum Fahrerlager. Der Pass ist ein Upgrade, man benötigt also ein gültiges Ticket für die Veranstaltung, und kostet 25 Euro.

Text/Bild: ADAC Württemberg e.V.