Das Ténéré Yamaha Rally Team – in Partnerschaft mit Riders for Health (powered by Two Wheels for Life) – setzte seine beeindruckende Erfolgsserie bei der Addax Rally 2026 in Marokko fort. Titelverteidiger Kevin Gallas sicherte sich mit Rang zwei auf der 3. Etappe am Mittwoch seinen dritten Podestplatz im dritten Teilstück. Alessandro Botturi belegte den vierten Platz und rangiert in der Gesamtwertung nun auf dem dritten Rang. Gautier Paulin setzte nach den technischen Problemen vom Dienstag planmäßig für einen Tag aus.
Nach zwei anspruchsvollen Renntagen rund um Merzouga forderte die Mittwochs-Etappe Mensch und Material erneut aufs Höchste. Anspruchsvolles Wüstenterrain und physisch extrem belastende Bedingungen prägten das Geschehen.
Als Erster auf die Strecke gegangen – nach seinen Siegen auf den ersten beiden Etappen –, verbrachte Gallas den Großteil des Tages damit, die Route zu eröffnen. Der Deutsche hielt ein hohes Tempo und navigierte gewohnt souverän. Trotz kleinerer Hürden teilte er sich das Rennen taktisch klug ein und wurde mit einer Zeit von 4 Stunden, 48 Minuten und 13 Sekunden Zweiter – nur 3 Minuten und 11 Sekunden hinter dem Etappensieger.
Auch Alessandro Botturi zeigte eine solide Vorstellung. Trotz kleinerer Navigationsfehler überquerte der erfahrene Italiener in 4 Stunden, 54 Minuten und 35 Sekunden als Vierter die Ziellinie. Die physisch fordernden Bedingungen verlangten Piloten und Maschinen alles ab, doch Botturi sammelte mit Blick auf die Vorbereitung für das Africa Eco Race (AER) 2027 ein weiteres wertvolles Ergebnis.
Gautier Paulin trat zur 3. Etappe nicht an, nachdem ein harter Einschlag am Dienstag ein technisches Problem verursacht hatte. Das Team nutzte den Tag, um Komponenten zu testen und die Entwicklungsarbeit mit dem Franzosen fortzusetzen. Aufgrund des Aussetzers wird Paulin nicht mehr in der Gesamtwertung geführt.
Nach drei Etappen hat Kevin Gallas die Gesamtführung weiterhin fest im Griff. Mit einer kumulierten Zeit von 15 Stunden, 31 Minuten und 9 Sekunden liegt er komfortable 25 Minuten und 31 Sekunden vor seinem nächsten Verfolger. Botturi belegt auf Rang drei mit 16:06:04 Stunden lediglich 9 Minuten und 24 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz, womit beide Yamaha-Piloten vor den verbleibenden zwei Tagen hervorragend platziert sind.
Auf der 4. Etappe am Donnerstag wird Paulin an der Seite von Gallas und Botturi wieder ins Geschehen eingreifen. Es wartet eine weitere harte Prüfung rund um Merzouga, bei der felsige Passagen und die Dünen von Erg Chebbi erneut höchste Anforderungen an Navigation und Stehvermögen stellen.
Ergebnisse & Wertungen
- Etappe 3: P2 Kevin Gallas, P4 Alessandro Botturi (Paulin DNS)
- Gesamtwertung nach Etappe 3:
- P1: Kevin Gallas – 15:31:09 Std.
- P3: Alessandro Botturi – 16:06:04 Std. (+34:55 Min.)
Team-Stimmen
Kevin Gallas – P1 Gesamt (15:31:09):
„Etappe 3 lief wirklich gut. Ich habe den Großteil des Tages die Strecke eröffnet und die Navigation war recht flüssig. Wir haben uns den Tag gut eingeteilt und hatten ein paar kleine Probleme – aber genau dafür sind wir hier. Es ist toll zu sehen, wie wir solche Situationen meistern und uns ständig verbessern. Wir machen riesige Fortschritte mit dem Bike, meiner Navigation, dem Fahrgefühl, der Fitness und dem Selbstvertrauen für das AER. Ich bin sehr glücklich mit dem Verlauf und freue mich auf die letzten beiden Tage.“
Alessandro Botturi – P3 Gesamt (16:06:04):
„Das war heute eine weitere gute Etappe für mich. Diese Rallye ist extrem fordernd – sowohl physisch als auch für die Motorräder, die stark beansprucht werden. Ich bin zufrieden mit meiner Fahrt und es ist ein exzellentes Training als Vorbereitung auf das AER.“
Marc Bourgeois (Teammanager Ténéré Yamaha Rally Team):
„Kevin hat heute wieder einen tollen Job gemacht. Er hatte ein paar kleinere Probleme, hat sie aber sehr gut gemanagt. Es ist ermutigend zu sehen, wie er sich von Tag zu Tag steigert. Auch Alessandro ist eine gute Etappe gefahren. Trotz kleinerer Fehler ist es wichtig, weiter Erfahrung zu sammeln, ins Ziel zu kommen und so viele Daten wie möglich zu sichern. Gautier ist heute nicht gefahren, aber wir haben die Gelegenheit genutzt, Teile zu testen und die Entwicklungsarbeit mit ihm fortzusetzen. Alles, was wir hier tun, ist auf das AER ausgerichtet. Es stehen noch zwei Etappen an, und morgen wartet ein weiterer anspruchsvoller Tag mit Felsen und Dünen – das Ziel bleibt, sich weiter zu verbessern und sicher ins Ziel zu kommen.“
Text/Bild: Yamaha Racing