Im Mai standen zwei back-to-back Rennen im ADAC MX Masters auf dem Rennkalender. In Dreetz wartete eine der herausforderndsten Sandstrecken des Jahres auf die Fahrer und der MX2-Weltmeister Simon Längenfelder genehmigte sich einen Gastauftritt in der Serie. Max gelang im Zeittraining keine ideale Runde und musste mit dem siebten Startplatz vorliebnehmen. Im ersten Lauf fuhr er nach einem mittelmäßigen Start sehr stark bis auf den dritten Platz hinter Längenfelder und Max Nagl vor und zeigte dabei wieder die Lockerheit und das Tempo, das man von ihm gewohnt ist. Auch am Sonntag musste Max sich in beiden Läufen seinen Weg aus dem Mittelfeld nach vorne suchen und lief auf den Plätzen vier und fünf ein. Mit dem vierten Platz in Dreetz verbesserte er sich in der Tabelle auf die dritte Position.
„Dreetz war wie immer ein toughes Wochenende mit soliden, guten Ergebnissen. Mit Starts, bei denen ich im Durchschnitt zwischen den Plätzen 10 und 15 aus der ersten Runde kam, habe ich mir selbst das Leben schwer gemacht. Bis ich mich nach vorne gefahren hatte, war der Zug an der Spitze bereits abgefahren. Mit meinem Fahren war ich aber zufrieden und der vierte Platz ist zwar knapp am Podium vorbei, aber okay. Vielen Dank an die ganzen Fans, die für eine tolle Stimmung gesorgt haben“, sagte Max hinterher.
Im französischen Bitche ging es bereits eine Woche später in die dritte Meisterschaftsrunde und Regen im Vorfeld und am Samstag sorgte für herausfordernde Bedingungen auf der weichen Mischbodenstrecke. Mit dem zweiten Platz in seiner Qualifikationsgruppe durfte sich Max in den drei Läufen als Vierter den Startplatz aussuchen. Doch auch in Bitche wollten die Starts nicht gut funktionieren und Max musste sich immer nach vorne kämpfen. Im ersten Lauf am Samstag fuhr er aus dem Mittelfeld stark bis auf den vierten Platz vor. Im zweiten Lauf wurde ein Großteil des Feldes in der Startkurve ganz nach außen gedrängt, so auch Max. Aus dem hinteren Drittel fuhr er erneut gut bis auf den fünften Platz vor. Auch im dritten Lauf war das Gedrängel in der Startkurve groß. Max hatte sich im Getümmel schon gut nach vorne gearbeitet, als ihn in der Startrunde ein Fahrer, der einem hinter einem Sprung gestürzten Piloten auswich, in die Streckenbegrenzung drückte und zu Fall brachte. Vom Ende des Feldes ging Max‘ Blick erneut nur nach vorne und er beendete die Aufholjagd auf dem achten Platz. In der Veranstaltungswertung landete er auf dem sechsten Platz, punktgleich mit dem Fünften. In der Tabelle rutschte er auf den vierten Platz zurück, liegt aber nur einen Punkt hinter dem Dritten.
„Ähnlich wie im Vorjahr war es auch dieses Mal nicht einfach in Bitche. Auch wenn die Ergebnisse nicht das waren, was ich mir vorgenommen hatte, kann ich kann viel Positives mitnehmen: Das Fahren war erneut gut, mein Biss und die Aggressivität sind wieder so, wie ich es von mir kenne, und ich habe mich fit gefühlt. Alles in allem fällt das Wochenende unter ‚that’s racing‘ und muss als gute Schadensbegrenzung abgehakt werden“, sagte Max.
Am kommenden Wochenende steht mit dem MXGP of Germany in Teutschenthal eines der absoluten Highlights jedes deutschen Motocross-Fans an. Auch Max freut sich bereits sehr auf den „Talkessel“ und dessen tolle Atmosphäre.
„Wie immer freue ich mich sehr, insbesondere auf die vielen deutschen Fans und Supporter, und hoffe, dass ich ihnen eine gute Unterhaltung bieten kann. Teutschenthal ist mit den Fans, Autogrammstunden, dem Fahrerlager und der Stimmung auf dem Campingplatz immer ein unbeschreibliches Wochenende für mich. Sportlich möchte ich meine Ergebnisse des Vorjahres verbessern und zwei Mal in die Top-15 fahren. Auch wenn mein Fokus in diesem Jahr durch den ADAC MX Masters-Kalender vor allem auf Sand liegt, habe ich zuletzt einige Trainings- und Test-Einheiten auf Hartboden absolviert, um gut zu performen. Die Fans können sich auf viele Autogrammstunden am Wochenende und Spicy-Merch am Weber-Werke-Stand freuen. Auf Instagram werde ich versuchen, alle so gut wie möglich auf dem Laufenden zu halten“, gibt Max einen Ausblick.
Text/Bild: Sebastian Wolter/Steve Bauerschmidt