Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP festigte in Afyonkarahisar (Türkei) mit seinem neunten Podestplatz der Saison seine Ambitionen auf die Silbermedaille in der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft. Begleitet wurde er in den Top-Fünf des Grand Prix von seinem KRT-Teamkollegen Pauls Jonass.
Der Franzose erwischte im ersten Lauf eine überragende Anfahrt auf die ersten beiden Kurven und schob sich auf den vierten Platz vor. Danach folgten jedoch frustrierende 27 Minuten, in denen er auf dem ultraschnellen Kurs, der kaum Überholmöglichkeiten bot, nach einem Weg an dem Drittplatzierten vorbei suchte. Fünf Runden vor Schluss tat sich schließlich die Chance zum Überholen auf und er sicherte sofort den dritten Rang ab, auch wenn die beiden Führenden zu diesem Zeitpunkt längst entkommen waren. Beim Start zum zweiten Rennen kam es direkt nach dem Gatter zu einem intensiven Ellbogenduell, das den Kawasaki-Aushängeschild zunächst auf Rang sieben zurückwarf. Bis zur dritten Runde hatte er sich jedoch bereits auf Platz vier vorgekämpft, ehe er eine Runde später in der Kurve am Ende der Zielgeraden an seinem KRT-Teamkollegen Jonass vorbei auf den dritten Rang zog. Es folgte eine fesselnde Verfolgungsjagd auf Distanz mit seinem direkten Rivalen um den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Zehn Minuten vor dem Ende setzte sich der Kawasaki-Pilot entscheidend durch, um sich den dritten Tagesrang zu sichern und einen beruhigenden Vorsprung von 40 Punkten im Kampf um die Silbermedaille herauszufahren, bevor die Serie in die letzten beiden Runden geht.
Romain Febvre: „Ich habe das Gefühl, dass ich um den Sieg mitkämpfen könnte, wenn ich direkt ganz vorne starten würde. Aber mit den Starts, die ich hier wieder hatte, bin ich mit dem dritten Platz zufrieden. Die anderen Topspeed-Jungs starten jede Woche auf 1 und 2 und ich stecke im Feld fest – da habe ich keine Chance mehr, sie einzuholen. Bis ich auf Rang drei liege, sind sie längst auf und davon. Ich musste mich jedes Mal hart nach vorne arbeiten; man kommt an den langsameren Fahrern vorbei, aber sobald jemand annähernd dein Tempo fährt, wird es extrem schwer zu überholen. Der Start ist so entscheidend, besonders hier, und die Ergebnisse spiegeln nicht ganz wider, was ich eigentlich leisten kann. Positiv ist aber, dass es ein guter Tag für die Meisterschaft war.“
KRT-Teamkollege Pauls Jonass katapultierte seine KX450-SR von Startplatz neun beeindruckend durch die erste Kurve des ersten Laufs auf Rang sieben. Noch in der ersten halben Runde schob er sich auf den sechsten Platz vor und fuhr anschließend ein einsames Rennen bis ins Ziel. Ein noch stärkere Start im zweiten Lauf brachte ihn zunächst auf den vierten Platz. In Runde drei rückte er auf Rang drei vor, ehe Teamkollege Febvre eine Runde später vorbeizog. Jonass hielt bis zum Ziel einen soliden fünften Platz. Damit sicherte er sich den fünften Gesamtrang in der Tageswertung und festigte seinen zehnten Platz in der Meisterschaftstabelle.
Pauls Jonass: „Das war ein guter Sonntag mit meinem dritten Top-Fünf-Ergebnis in diesem Jahr. Der Speed war schon gestern gut, aber der Sturz hat mich ein besseres Ergebnis gekostet. Heute hatte ich zwei gute Starts; wir müssen allerdings noch etwas arbeiten, um an den ersten vier dranzubleiben. Ich war mit meiner Fahrweise an diesem Wochenende zufrieden und es wäre schön, diesen Schwung in die letzten beiden GPs mitzunehmen.“
Text/Bild: Kawasaki Racing Team