Courtney Duncan hat sich in der Gesamtwertung der FIM WMX-Frauen-Weltmeisterschaft auf den dritten Platz vorgearbeitet, nachdem sie auf ihrer serienmäßigen KX250 von DRT Kawasaki in Teutschenthal, Deutschland, das Podium nur knapp verpasste – und das bei erst ihrem zweiten Renneinsatz nach einer gesundheitsbedingt komplett verpassten Saison 2025.
Die Neuseeländerin, bereits viermalige Weltmeisterin mit Kawasaki zwischen 2019 und 2023, hatte bereits am Samstagnachmittag mit einem dritten Platz im ersten Lauf des Wochenendes beeindruckt. Am Sonntagmorgen schoss sie im zweiten Lauf sensationell aus dem Gatter und wurde an der Holeshot-Linie nur hauchdünn abgefangen. Sie lag weiterhin sicher auf dem zweiten Platz, bis sie in der zweiten Runde in einer langen Linkskurve wegrutschte. Die „Kiwi“-Fahrerin blies jedoch schnell wieder zum Angriff und kämpfte sich von Platz sieben auf Rang sechs vor, bevor ein zweiter Sturz zur Rennmitte sie auf den elften Platz zurückwarf. Die kampfstarke Neuseeländerin biss bis zum Ende des Laufs die Zähne zusammen und schnappte sich in der letzten Runde noch den zehnten Platz. Dieses Manöver reichte zwar nicht ganz aus, um das Wochenend-Podium zu retten – sie beendete den Tag als Gesamtfünfte, nur einen Punkt hinter Platz drei –, aber es genügte, um sich den dritten Platz in der Weltmeisterschaftstabelle zu sichern. Bis zur dritten Runde beim Großen Preis von Großbritannien im Juli sollte sie nun genügend Zeit haben, um ihre volle Renngeschwindigkeit wiederzuerlangen.
Courtney Duncan: „Der erste Lauf war schon eine riesige Steigerung im Vergleich zur letzten Woche. Gestern hatte ich in der ersten Runde einen Fehler gemacht und jemand hat mein Vorderrad erwischt, aber ich habe eine gute Aufholjagd mit schnellen Überholmanövern gezeigt. Mit dem dritten Platz war ich also ziemlich happy, aber es gibt immer noch viel Raum für Verbesserungen. Wir waren heute Morgen als Erste auf der Strecke, daher hatten sie die Bahn natürlich ziemlich stark gewässert und es gab noch nicht so viele Linien. Trotzdem hatte ich einen wirklich guten Start und fühlte mich auf Platz zwei wohl, bis mir zwei dumme Fehler unterlaufen sind. Wir können viele positive Aspekte von diesem Wochenende mitnehmen; ich brauche einfach nur noch ein paar mehr Rennen in den Knochen, um meinen Speed und meinen Rennrhythmus wiederzufinden. Nach einer langen Pause weiß man nie genau, wo man steht. Ich muss auf dem Motorrad wieder lockerer werden, und natürlich fehlt es mir unweigerlich noch ein bisschen an Fitness. Ich schaue im Moment gar nicht so sehr auf die Meisterschaft, aber wir werden da sein!“
Bild/Text: Kawasaki Racing Team