Mathis Valin vom Kawasaki Racing Team MX2 sicherte sich beim französischen Lauf der FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft in Lacapelle-Marival sein zweites Podium in Folge.

Der Teenager nutzte sein Erstwahlsrecht, um sich für die Sicherheit der Innenseite am Startgatter zu entscheiden, und seine KX250-SR katapultierte ihn fast eine Motorradlänge voraus in die erste Kurve des ersten Laufs, bevor er die Führung in der Kurve an einen Rivalen abtreten musste, der den Schwung von der Außenseite nutzte. Es folgte ein packendes Duell über das gesamte Rennen, da der Führende an jeder Kurve die Innenlinie verteidigte und den Kawasaki-Youngster auf der engen Strecke immer wieder ausbremste. Ein weiterer elektrisierender Start brachte ihn im zweiten Lauf erneut als sicheren Zweiten durch Kurve eins. Obwohl er in den hektischen folgenden Kurven zwei Positionen abgeben musste, etablierte sich das einheimische Talent fest in der vierköpfigen Spitzengruppe. Das Quartett fuhr die nächsten dreißig Minuten Stoßstange an Stoßstange, und in den letzten drei Runden – als die ersten vier Fahrer innerhalb von nur zwei Sekunden lagen – flammte der Kampf richtig auf, als alle Beteiligten jegliche Vorsicht über Bord warfen. Ein entscheidendes Überholmanöver brachte den Lokalmatador auf Platz drei und sicherte ihm gleichzeitig sein zweites Podium in Folge. Er ist damit auf den sechsten Platz der Meisterschaftswertung geklettert und hat am Wochenende fünfzehn Punkte auf den Tabellenführer gutgemacht.

Mathis Valin: „Es bedeutet mir sehr viel, wieder auf dem Podium zu stehen, besonders hier zu Hause in Frankreich; das Publikum war einfach unglaublich. Ich habe mich gestern bei meinem Sieg im Qualifying sehr wohlgefühlt, aber heute war es hart; die Strecke ist anspruchsvoll und zudem recht klein, sodass ich das ganze Rennen über den Dreck des Vordermanns abbekommen habe. Der Speed kommt und wir kommen dem ersten Sieg immer näher.“

Antti Pyrhönen (KRT-Teammanager): „Mathis entwickelt sich einfach immer weiter und sein zweites Podium war absolut verdient. Die Pause im Rennkalender kam für uns genau zum richtigen Zeitpunkt, da er sich nach einem Sturz in der Schweiz die Haut verbrannt hatte. Aber wie wir an diesem Wochenende gesehen haben, geht es ihm wieder gut. Ich bin zuversichtlich, dass er sich weiter steigern wird, sodass wir weitere Podestplätze erwarten und das Ziel ist, bald um GP-Siege mitzufahren.“

Francisco Garcia von Venum Bud Racing Kawasaki, der während einer Pause im europäischen EMX250-Kalender mit einer Wildcard startete, zeigte mit zwei zehnten Plätzen in den Läufen ein beeindruckendes GP-Debüt und wurde Gesamtzehnter. Der spanische Teenager hielt im ersten Lauf die Hälfte der Distanz über einen soliden achten Platz inmitten der Werksfahrer. Im zweiten Lauf überzeugte er noch mehr, als er sich nach einem Start im Mittelfeld auf Platz sechzehn nach vorne arbeitete und fünf Runden vor Schluss sein zweites Top-10-Ergebnis des Tages perfekt machte.

Francisco Garcia: „Es war eine wirklich tolle Erfahrung, dieses Wochenende hier Rennen zu fahren, und ich möchte mich bei Bud Racing dafür bedanken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben. Ich war mit meiner Fahrweise zufrieden und es hat Spaß gemacht, mich mit den GP-Fahrern zu duellieren; der zehnte Platz war gut, aber ich bin mir sicher, dass ich es noch besser machen kann!“

Bud-Teamkollege Jake Cannon, der ebenfalls zum ersten Mal GP-Luft schnupperte, stürzte in der Eröffnungsrunde des ersten Laufs, kämpfte sich aber bis zum Ende durch, um sich als Siebzehnter die Zielflagge zu sichern. Im zweiten Lauf vermied er Fehler, arbeitete sich von Platz siebzehn auf dreizehn vor und holte damit den fünfzehnten Gesamtrang.

Jake Cannon: „Wir haben gerade eine Pause im Europameisterschaftskalender und dieses Rennen lag nah – nur drei Autostunden von der Teambasis entfernt. Es war also schön, die Erfahrung eines GPs mitzunehmen und Spaß zu haben. Ich habe mich da draußen wohlgefühlt; im ersten Rennen habe ich zwar einen Überschlag hingelegt, aber im zweiten Lauf war es cool, mit den Werksjungs zu fighten.“

Text/Bild: Kawasaki Racing Team