Das Motocross Permanent Bureau hat im türkischen Afyon eine wegweisende Sicherheitsentscheidung für den internationalen Rennsport bekannt gegeben. Unter der Leitung von FIM-Präsident Jorge Viegas und David Luongo (Präsident und CEO von Infront Moto Racing) wurde eine grundlegende Änderung des technischen Reglements bezüglich der Fahrerausrüstung beschlossen.

Die Neuerung betrifft den Artikel 01.65 (Ausrüstung und Schutzbekleidung) und gilt für die FIM MXGP/MX2-Weltmeisterschaften, die Frauen-Weltmeisterschaft (WMX) sowie das Motocross of Nations (MXoN):

  • Ab 2027: Der Einsatz eines funktionstüchtigen und betriebsbereiten Airbag-Systems wird allen Fahrerinnen und Fahrern im Training und Rennen dringend empfohlen.
  • Ab 2028: Das Tragen eines funktionstüchtigen Airbag-Systems wird auf der Strecke verpflichtend.

Technische Vorgaben und Regeln

Um den Sicherheitsstandards zu entsprechen, müssen die verwendeten Airbag-Systeme einer der folgenden Vorgaben entsprechen:

  • Sie müssen nach dem neuen FIM Off-road Standard (FRHPab-01) homologiert sein (die Veröffentlichung des Standards ist bis Ende 2026 geplant) oder
  • sie müssen als konform mit der FIM-Kategorie 3 (Motocross) eingestuft und auf der offiziellen FIM-Liste geführt sein.

Die Schutzausrüstung muss während aller Aktivitäten auf der Strecke ordnungsgemäß getragen und fest verschlossen sein. Der Airbag muss mindestens zu Beginn jeder Streckensession voll einsatzbereit sein. Die finale Entscheidung bezüglich der Regelkonformität der Fahrerausrüstung liegt bei allen Veranstaltungen beim Technischen Direktor der FIM.

Text/Bild: FIM/Infront moto