Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Faktor bei jeder FIM-Veranstaltung und steht bei der Planung des TrialGP von Großbritannien – dem vierten Lauf der Hertz FIM Trial-Weltmeisterschaft 2026 –, der am Wochenende vom 24. bis 26. Juli auf dem Trac Mon Circuit in Anglesey stattfindet, an vorderster Front.
Da ein Teil des Veranstaltungsortes offiziell als Gebiet von besonderem wissenschaftlichem Interesse (Site of Special Scientific Interest – SSSI) ausgewiesen ist, sind Jake Miller und Dougie Lampkin vom Promoter ML Events bei ihrer Streckenplanung in einem ökologisch so sensiblen Gebiet äußerst akribisch vorgegangen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Tierwelt der Region gewidmet, wobei eine bestimmte Vogelart im Rampenlicht steht.
„Das Land wurde noch nie von Tieren beweidet, weshalb das Gras ziemlich überständig ist. Das führt dazu, dass eine Vogelart namens Alpenkrähe dort nicht nistet“, erklärte Miller. „Unser Nachhaltigkeitsprojekt sieht vor, Tiere zur Beweidung auf dem Land zu lassen, um das Graswachstum anzuregen, damit die Alpenkrähen zurückkehren und dort nisten.
Die größte Herausforderung bestand darin, dass sich wahrscheinlich etwas mehr als fünfzig Prozent der Strecke in einem SSSI-Gebiet befinden, sodass wir im Bereich Ökologie und Nachhaltigkeit viel Arbeit leisten mussten. Wir haben von der Naturschutzbehörde ‚Natural Resources Wales‘ die Genehmigung erhalten, in einem sehr sensiblen Gebiet zu arbeiten, und Trial ist wahrscheinlich der einzige Motorsport, der auf dieser Art von Land betrieben werden kann.“
Der Schutz der Flora und Fauna der Region ist nicht das einzige Umweltthema, mit dem sich ML Events befasst – die Anfang des Jahres bereits das äußerst erfolgreiche X-Trial in Leeds auf die Beine gestellt haben –; es gibt auch eine konzertierte Aktion, um illegales Fahren sowohl auf der Strecke als auch in der weiteren Umgebung zu unterbinden.
„Wir haben uns hier sehr stark engagiert und Erklärungen veröffentlicht, die betonen, wie wichtig es ist, nur in Gebieten zu fahren, für die Genehmigungen vorliegen. Dies ist ein Problem, mit dem wir in jedem Land konfrontiert sind, sei es in Spanien, Italien oder Großbritannien. Illegales Motorradfahren ist ein sehr aktuelles Thema, und wir wollen ein verantwortungsvoller Partner sein.“
Neben der sorgfältigen Beachtung der laufenden Nachhaltigkeitsthemen möchte ML Events auch die Attraktivität des Sports steigern, indem parallel dazu das dreitägige „Moto Fest“ veranstaltet wird.
Angekündigt als das „ultimative Motorradfestival“, bietet das Moto Fest den Besuchern an allen drei Tagen ein volles Programm, wobei das Unterhaltungsprogramm am Freitagmittag beginnt und bis zum späten Sonntagnachmittag läuft.
Zu den Attraktionen gehören Enduro- und Trial-Fahrzonen sowie geführte Abenteuer-Touren, Straßenausfahrten und Rennstrecken-Sessions mit Weltklasse-Fahrern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein befestigtes „Expo Village“, in dem große Motorradhersteller und andere Marken ihre Produkte präsentieren.
„Es ist ein Projekt, das bereits 2017 begann, und wir hatten schon immer die Leidenschaft, die besten Fahrer der Welt an einen Veranstaltungsort zu bringen, den wir für atemberaubend und einzigartig halten. Es ist eine permanente Motorsport-Anlage und eine großartige Gelegenheit, die Attraktivität einer Nischensportart für ein breiteres Motorradpublikum zu vergrößern, indem wir das Moto Fest parallel dazu laufen lassen.
In all den Jahren, in denen ich Trial-Veranstaltungen besuche, glaube ich nicht, dass der Sport jemals im Mittelpunkt eines größeren Motorradfestivals stand, und dies ist unsere Art, ihm eine viel größere Anziehungskraft zu verleihen.“
Text/Bild: TrialGP/Future7Media