PM: ADAC Supercross Dortmund

Alle sind heiß auf das ADAC Supercross Dortmund.

Die ersten Runden auf der rund 300 Meter langen Strecke in der Westfalenhalle sind absolviert und ab morgen geht es beim ADAC Supercross Dortmund sprichwörtlich rund. Bereits zum 39. Mal findet die größte deutsche Supercross-Veranstaltung in der Ruhr-Metropole statt. Einen ersten Eindruck von der Strecke konnten die Fahrer bereits heute erhalten: Bei Demo-Runden nahmen die Stars der Szene den Kurs zum ersten Mal unter die Räder und attestierten dem diesjährigen Layout einen hohen Spannungsfaktor. Für Fans und Besucher startet das Spektakel am Freitagabend. Tickets sind noch für Freitag und Sonntag an den Tageskassen erhältlich; der Samstagabend ist bereits seit Wochen ausverkauft.

„Es ist mir immer eine große Freude, nach Deutschland zu kommen und Rennen zu fahren“, sagt Vorjahressieger Jordie Tixier. „Du bist immer nur ein Jahr König und weißt nie, was im nächsten Jahr sein wird. Ich bin bereit für die Rennen hier in Dortmund und freue mich sehr auf drei spannende Tage.“ In der SX1-Klasse trifft der Franzose Tixier dann unter anderem auf Dylan Wills. Der Australier ist zum ersten Mal in Dortmund am Start und ist ebenfalls voller Vorfreude: „Ich bin am Montag mit meiner Verlobten angekommen. Dann habe ich keine Probleme mit Jetlag. Das die Halle direkt neben dem Fußballstadion ist, wusste ich gar nicht. Als Kind war ich großer Fußballfan und wir haben es schon besucht und uns mit Merchandising eingedeckt“, sagt der Australier. „Hier sind einige schnelle Jungs am Start und ich bin gespannt, wie ich mich bei meinem ersten Rennen in Europa schlagen werde. Mein Ziel ist, jeden Abend unter die besten fünf Piloten zu kommen.“

Ähnliche Ziele hat auch Paul Haberland. Er startet als einziger deutscher Fahrer in der Top-Klasse und ist entsprechend motiviert: „Ich habe die letzten Wochen fleißig trainiert. Die SX1 ist schon ein hartes Brett und hier sind Weltklassefahrer am Start. Für mich als Teilzeit-Supercrosser ist das manchmal echt hart, aber es ist schön, mit denen fahren zu dürfen.“ Dabei hat sich der 23-jährige für das Supercross Dortmund viel vorgenommen: „Wenn ich an allen drei Tagen ins Finale komme, dann habe ich mein Ziel erreicht. Im Finale selbst kann viel passieren und es kommt auf einen guten Start an. Ich fühle mich sehr wohl auf dem Motorrad und werde mein Bestes geben.“

In der SX2-Klasse gehen unter anderem Lokalmatador Ben Gosepath aus Essen, Nico Koch und Paul Bloy an den Start. Die Konkurrenz ist, wie in der SX1, extrem stark. „Ab dem ersten Training hast du richtig Druck. Rantasten gibt es nicht“, erklärt Gosepath. Dabei sind die deutschen Piloten aufgrund weniger Trainingsmöglichkeiten oft im Nachteil gegenüber der starken Konkurrenz aus anderen Ländern. „Bei meinem Heimspiel in Stuttgart lief es schon ganz gut und jetzt freue ich mich auf Dortmund. Ich habe mich, gemeinsam mit ein paar anderen Jungs, gut vorbereitet“, sagt Paul Bloy.

Das ADAC Supercross Dortmund gehört zu den Höhepunkten im Sportjahr und Jürgen Hieke, Vorstandsmitglied für Sport im ADAC Westfalen, fasst die Begeisterung für die Veranstaltung Ruhrgebiets-typisch zusammen: „Wir sind heiß wie Frittenfett.“ Hieke weiß, wovon er spricht, denn beim erste Event 1983 war er als Verkäufer für Programmhefte schon dabei und hat die Entwicklung des Supercross Dortmund über fast vier Dekaden hautnah verfolgt. „Ich kenne noch die Bretterwelt. Danach folgten die ersten Events auf Lehmboden, das war ein Highlight und ist es auch heute noch.“ Als Vorstand Sport hat Hieke selbstverständlich auch einen Blick auf das Racing: „Tixier als Titelverteidiger und Greg Aranda als Sieger in Stuttgart werden sich sicher einen packenden Fight liefern. Die Fans dürfen sich auf jede Menge Action freuen. Mir persönlich ist egal, wer gewinnt. Die Hauptsache ist, wir haben gute Rennen und eine geile Show geboten.“

Text/Bild: ADAC Westfalen e.V.