Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP qualifizierte sich bei der schwedischen Runde der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft in Uddevalla für den dritten Platz.
Der Franzose zeigte im Qualifikationsrennen hervorragende Reaktionen am Startgatter, fand sich nach der ersten Kurve jedoch auf Rang vier wieder. Noch in der ersten Runde schob er sich zur Hälfte auf Platz drei vor und verbrachte den Rest des Rennens in einer Verfolgungsjagd mit hohem Tempo, während die Top-Drei der Welt das Feld anführten. Das Trio legte zwangsläufig ein ähnliches Tempo vor, und auf dem rutschigen Untergrund gab es kaum Überholmöglichkeiten, sodass die drei ihre Positionen bis zur Zielflagge hielten. Die acht Meisterschaftspunkte für den dritten Platz haben seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung weiter gefestigt.
Romain Febvre: „Ich hatte einen guten Start aus dem Gatter; in der ersten Kurve war ich zwar nicht ganz vorne, aber ich bin eng eingelenkt und war am Ende der ersten Runde Dritter. Wir drei an der Spitze waren eng zusammen und hatten alle eine gute Pace. Ich war nah an Gajser dran, aber die Strecke war viel härter als in den Vorjahren und wirklich rutschig, sodass wir alle kleine Fehler gemacht haben. Hoffentlich erwische ich morgen einen guten Start und wir finden einen Weg zum Überholen.“
Nachdem KRT-Teamkollege Pauls Jonass am vorangegangenen Wochenende mit Top-6-Ergebnissen bei einem prestigeträchtigen belgischen Einladungsrennen in den Rennbetrieb zurückgekehrt war, gelang ihm eine solide Rückkehr in die GP-Action. Als Sechster im Zeittraining – nur einen Hauch hinter Febvre – schoss er beim Qualifikationsrennen als Fünfter durch die erste Kurve und hielt diese Position souverän, bis ihn ein Ausrutscher in Runde sechs einen Platz kostete. Er fand schnell zu seiner Form zurück und sicherte sich bis zum Ziel den sechsten Platz.
Pauls Jonass: „Die Strecke war morgens wirklich tückisch, nachdem sie tief aufgebrochen worden war – oben gab es Grip, aber darunter war es spiegelglatt. Wir haben uns für den Start für den Schaufelreifen entschieden, aber an einigen Stellen der Strecke war es tückisch und mir ist auf Mittee des Rennens in einer glatten Kurve das Vorderrad weggerutscht. Das war schade, denn ich hatte einen ordentlichen Start und denke, dass der fünfte Platz ohne den Sturz möglich gewesen wäre. Wie auch immer, ich habe ein paar gute Punkte gesammelt und bin bereit für mehr morgen.“
Kay Karssemakers von DRT Kawasaki fuhr in der Qualifikation zur FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft auf einen Karrierebestwert von Rang sechs. Der niederländische Nachwuchsfahrer erwischte zwar nicht den besten Start, wählte aber eine hervorragende, enge Linie durch Kurve eins, um als Siebter herauszukommen. Mit wachsendem Selbstvertrauen stieß er in Runde drei auf Platz sechs vor und behauptete diese Position mit einer Reihe solider Runden souverän bis ins Ziel.
Kay Karssemakers: „Die Strecke ist an manchen Stellen ziemlich rutschig, aber es hat mir Spaß gemacht, ich habe mich den ganzen Tag gut gefühlt und war mit meiner Fahrweise zufrieden. Der Start war nicht optimal, aber ich habe in der ersten Kurve und in der ersten Runde wirklich gute Überholmanöver gezeigt. P6 ist mein bestes Saisonergebnis, daher freue ich mich schon auf morgen.“
Der Führende der EMX250-Europameisterschaft, Francisco Garcia von Venum Bud Racing Kawasaki, feierte ein eindrucksvolles Comeback, nachdem er die letzte Runde vorsichtshalber verpasst hatte, weil er sich unter der Woche beim Training eine Beinverletzung zugezogen hatte. Bereits am Morgen fuhr er in jeder Trainingssession mit eineinhalb Sekunden Vorsprung die schnellste Runde und nutzte seine Pole-Position im ersten Lauf des Wochenendes optimal aus: Er holte den Holeshot und verschaffte sich sofort einen Vorsprung von mehreren Sekunden auf die Verfolger. Trotz eines späten Fehlers feierte er mit drei Sekunden Vorsprung seinen vierzehnten Laufsieg der Saison bei achtzehn Starts. Bei noch fünf verbleibenden Läufen führt er die Meisterschaft nun mit 77 Punkten Vorsprung an.
Francisco Garcia: „Zum Glück war das Rennen nicht allzu schwer. Nach drei Wochen ohne Motorrad war ich noch nicht wieder ganz im Rennmodus fokussiert, aber ich habe hart gekämpft und einen weiteren Sieg geholt. Vor ein paar Tagen war ich mir nicht einmal sicher, ob ich hier überhaupt fahren kann, aber nach diesem Sieg bin ich mir sicher, dass ich mich morgen im zweiten Lauf noch wohler fühlen werde.“
Bud-Teamkollege Jake Cannon verpasste in der anderen Trainingsgruppe die Bestzeit nur knapp um eine Zehntelsekunde. Sein Rennen war jedoch nach einem ordentlichen Start schnell ruiniert, als er in der ersten Runde stürzte und sich anschließend wieder durch das Feld nach vorne kämpfen musste. Bis zur fünften Runde hatte sich der Australier wieder in die Punkteränge vorgearbeitet und belegte schließlich den dreizehnten Platz, womit er seinen dritten Rang in der Gesamtwertung festigte.
Text/Bild: Kawasaki Racing Team