In erst der zweiten Wettkampfsaison des britischen Herstellers in der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft feiert Triumph Motorcycles eine Vielzahl von Erfolgen in der Serie. Morgan Lesiardo von Triumph Italia Racing beendete die Saison als Vizeweltmeister in der Kategorie Enduro1, während Leo Joyon von Triumph Factory Racing auf der TF 250-E Vizeweltmeister in der Junior-Gesamtwertung sowie in der Klasse Junior1 wurde.

Ein spektakuläres Saisonfinale in Wales, Großbritannien, bescherte Triumph ein erfolgreiches Heimrennen: Die EnduroGP-Weltmeisterschaft wurde mit zwei doppelten Enduro1-Podiumsplätzen an beiden Wettkampftagen stilvoll abgeschlossen. Lesiardo und Jeremy Sydow von Triumph Factory Racing trotzten den trockenen und staubigen Bedingungen und belegten die Plätze zwei und drei. Lesiardo erzielte am letzten Renntag der Saison mit dem fünften Gesamtrang zudem sein bestes EnduroGP-Ergebnis in diesem Jahr. Der 27-jährige Italiener beendete ein starkes zweites Jahr auf Triumph-Maschinen als Vizeweltmeister in der Kategorie Enduro1.

Wie sein Triumph-Teamkollege verzeichnete auch Sydow in dieser Saison viele positive Momente. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls beim Auftaktrennen zeigte der 26-jährige deutsche Rennfahrer eine starke Rückkehr und fuhr konstant auf das Podium, was ihm letztlich den vierten Platz in der Enduro1-Endwertung einbrachte. Für Triumph verdeutlichte das zweite Jahr in der Weltmeisterschaft die Stärke der TF 250-E: Lesiardo und Sydow holten an den sieben Rennwochenenden insgesamt 22 Podiumsplätze.

Leo Joyon, der nach der Verletzung von Mikael Persson zu Beginn der Saison in das Team von Triumph Factory Racing nachrückte, steigerte sich von Rennen zu Rennen. Ein dominanter doppelter Gesamtsieg in Wales krönte ein eindrucksvolles Jahr, das der Franzose als Vizeweltmeister sowohl in der Junior-Gesamtwertung als auch in der Klasse Junior1 abschloss. Der 22-Jährige sicherte sich in dieser Saison auf der TF 250-E insgesamt 24 Podiumsplätze, darunter 10 Siege in den Klassen Junior und J1.

Insgesamt verbuchte Triumph eine Reihe von Erfolgen, darunter das erfolgreichste Wochenende der Saison beim vierten Lauf in Portugal, an dem Triumph-Fahrer 13 Podiumsplätze in sechs Klassen erzielten. Am selben Wochenende feierte Joyon den ersten Sieg für Triumph Factory Racing. In dieser Saison erreichte Triumph insgesamt unglaubliche 62 Podiumsplätze über alle Klassen hinweg.

Für das Saisonfinale und Triumphs Heim-Event feierte Hard-Enduro-Spezialist Jonny Walker das Debüt der Triumph Factory Racing TF 450-E in der Rennserie. Der Publikumsliebling zeigte eine beeindruckende Leistung und erzielte im ersten Cross Test des Wochenendes eine beste Testzeit auf Platz vier in der Kategorie EnduroGP sowie Platz zwei in der Enduro2. Obwohl es nicht seine gewohnte Disziplin war und er direkt nach einer kräftezehrenden Woche bei den Red Bull Romaniacs in der Adventure-Klasse in Wales ankam, beendete der Triumph-Fahrer das Wochenende mit den Plätzen 19 und 18 in der EnduroGP sowie den Rängen 7 und 8 in der Klasse Enduro2.

Ebenfalls am Start war Tom Booth-Amos von PTR Triumph Factory Racing, der in der Nationalen Klasse antrat. Mit wenig Trainingszeit auf dem Offroad-Motorrad in diesem Jahr und ohne vorherige Erfahrung bei einem Timecard-Enduro zeigte der World-Supersport-Star eine starke Leistung. Der Wechsel von der Triumph Street Triple 765 RS auf die TF 250-E gelang: In einem stark besetzten Feld von 60 Konkurrenten belegte Booth-Amos an den beiden Tagen die Plätze 18 und 17. Zudem gewann Sam Davies vom Team Dirt Store Triumph als Wildcard-Fahrer an beiden Tagen in Wales die Klasse Open 4-Stroke.

Morgan Lesiardo – Triumph Italia Racing

„Wir haben gerade den GP hier in Wales beendet, und für mich war es der beste der Saison. Heute haben wir den fünften Gesamtrang in der EnduroGP und den zweiten Platz in unserer Klasse belegt, während wir gestern den Vizeweltmeistertitel sichern konnten. Das macht mich und das gesamte Team sehr stolz auf all die Arbeit, die wir in dieser Saison geleistet haben. Heute war das Ziel, das Fahren zu genießen und ein gutes Ergebnis in der EnduroGP-Wertung anzustreben, was uns gelungen ist. Es war eine wirklich gute Saison. Wir haben im September noch ein Rennen in der italienischen Meisterschaft, aber wir genießen dieses Jahr alles sehr. Am Motorrad haben wir im Vergleich zum Vorjahr einige Verbesserungen vorgenommen, die sich wirklich ausgezahlt haben; es macht mir riesigen Spaß. Ich möchte mich herzlich bei Triumph Italia, allen Sponsoren und Triumph Racing für die Unterstützung bedanken. Wir haben ein unglaubliches Motorrad und es war toll, alle mit unserem Erfolg zu überraschen.“

Leo Joyon – Triumph Factory Racing

„Ich bin nach diesem Wochenende wirklich glücklich. Ich bin sehr gut gefahren und habe mich auf dem Motorrad extrem wohlgefühlt. Das Team und die Mechaniker haben fantastische Arbeit geleistet, um mir dieses Paket bereitzustellen. Ich bin an beiden Tagen Erster in der Gesamtwertung geworden – das war ein fantastischer Abschluss der Meisterschaft. Den zweiten Platz in der Gesamtwertung und in der Klasse zu belegen, war ehrlich gesagt nicht mein ursprüngliches Saisonziel, aber wir müssen positiv sein und uns über die geleistete Arbeit freuen. Ich habe die Saison etwas verhalten begonnen, aber wir haben uns kontinuierlich verbessert, was sich in den Ergebnissen widerspiegelt. Jetzt geht es zur französischen Meisterschaft, was ein toller Abschluss für dieses Jahr sein wird.“

Jeremy Sydow – Triumph Factory Racing

„Die Saison ist nun in Wales zu Ende gegangen. Der heutige Tag war positiv und ich habe mich gut gefühlt, auch wenn mich einige Fehler etwas Zeit gekostet haben. Zudem war ich das ganze Wochenende gesundheitlich etwas angeschlagen, was nicht gerade geholfen hat. Insgesamt bin ich mit meiner Saison zufrieden; mit der Verletzung und dem verpassten ersten Lauf war es nicht der beste Start, aber ich denke, ich konnte zeigen, wozu ich fähig bin. Seit Finnland stand ich an jedem Wochenende in meiner Klasse auf dem Podium – damit können wir zufrieden sein. Die Saison endet sehr früh, aber das gibt uns viel Zeit, uns auf das nächste Jahr vorzubereiten, in dem ich mich weiter steigern möchte.“

Jonny Walker – Triumph Factory Racing

„Wir haben gerade den zweiten Tag beim EnduroGP in Wales beendet. Ehrlich gesagt hatte ich ein verrücktes Wochenende! Gestern war es schon gut, aber heute war es noch besser, obwohl die Strecke extrem ausgefahren war. Ich bin mit den Ergebnissen ziemlich zufrieden und es war großartig, die Fans an der Strecke zu sehen. Man konnte sie während der Fahrt anfeuern hören, das war insgesamt eine tolle Erfahrung. Es hat riesigen Spaß gemacht, die TF 450-E zu fahren, das Motorrad war genial. Ich hoffe, dass ich in Zukunft für weitere Rennen zurückkehren kann!“

Tom Booth-Amos – PTR Triumph Factory Racing / Triumph Factory Racing

„Das Wochenende hier in Wales ist vorbei. Ich hatte eine tolle Zeit und es hat mir riesigen Spaß gemacht. Es war schön, etwas anderes zu machen als das, was ich sonst tue. Es war eine kleine Lernkurve: Heute lief es etwas besser, ich habe mich auf dem Bike wohler gefühlt und die Abläufe besser verstanden. Mit meiner Gesamtplatzierung bin ich nicht ganz zufrieden, da ich weiß, dass ich zu mehr fähig bin, aber das ist einfach der Ehrgeiz in mir. Ich kann Triumph, Paul [Edmondson] und dem Team nicht genug dafür danken, dass sie alles vorbereitet und mir das ermöglicht haben. Mal sehen, vielleicht kann ich mich beim nächsten Mal etwas besser vorbereiten und schauen, welches Ergebnis dann möglich ist!“

Ian Kimber – Leiter der globalen Rennprogramme, Triumph Motorcycles

„Es war ein weiteres eindrucksvolles Jahr für Triumph. Wir konnten Erfolge in zahlreichen Kategorien feiern, insbesondere ein unvergessliches Wochenende in Portugal, an dem Triumph-Fahrer 13 Mal auf dem Podium standen. Das ist nicht nur ein Verdienst unserer professionellen Rennteams, sondern auch aller Mitarbeiter im Werk, die an unserem Offroad-Projekt arbeiten. In erst unserem zweiten Jahr, in dem unsere Enduro-Modelle erhältlich sind und in der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft eingesetzt werden, haben wir ganz besondere Erfolge erzielt. Auch wenn es zu viele sind, um alle einzeln aufzuzählen, möchte ich dem Team von Triumph Italia Racing und Morgan Lesiardo ganz herzlich zum Vizeweltmeistertitel in der Enduro1 gratulieren. In den letzten zwei Saisons haben sie mit starken Ergebnissen – darunter der heutige fünfte Gesamtrang in der EnduroGP – konstant gezeigt, wie wettbewerbsfähig die TF 250-E ist. Auch unser Werksteam mit Jeremy hat trotz des verpassten Saisonauftakts eine solide Saison gezeigt. Es war beeindruckend zu sehen, wie er nach seiner Verletzung zurückgekommen ist und mehrere Podestplätze eingefahren hat. Insgesamt sprechen die Ergebnisse für sich, wenn man bedenkt, dass wir gegen Hersteller antreten, die seit Jahrzehnten in dieser Meisterschaft vertreten sind. Leos Entwicklung in der Junior-Klasse mitverfolgen zu können, war großartig, da er sich perfekt auf sein neues Motorrad eingestellt hat. Er konnte seine Leistung steigern, beendete die Serie als Zweiter in der Junior- sowie Junior1-Klasse und feierte beim Finale einen dominanten Doppelsieg – herzlichen Glückwunsch an ihn und das Team. Dass Jonny Walker und Tom Booth-Amos in Wales dabei waren, hat das Event bereichert und gezeigt, was Triumph Factory Racing sowohl den Fans als auch den Athleten bieten kann. Ein wirklich begeisternder Saisonabschluss.“

Text/Bild: Triumph Racing