Lotte van Drunen vom De Baets Yamaha Supported MX Team hat eine harte zweite Runde der WMX-Weltmeisterschaft hinter sich und belegte in Deutschland den zehnten Gesamtrang. Ein kleiner Sturz in Führung liegend in Lauf eins führte dazu, dass die Titelverteidigerin im Ziel auf den vierten Platz zurückfiel, während sie im zweiten Rennen nach einem spektakulären Sturz und einer Aufholjagd durch das Feld mit Platz 18 belohnt wurde. Die EMX250-Serie wurde mit ihrer fünften Runde fortgesetzt, bei der Jarne Bervoets vom VHR Yamaha Official EMX250 Team den 13. Gesamtrang belegte.
Eine Woche nach einem vielversprechenden Start zu ihrer WMX-Weltmeistertitelverteidigung in Frankreich reiste van Drunen nach Teutschenthal in Deutschland zur zweiten von fünf Runden. Das niederländische Ass fühlte sich auf der technischen Strecke sichtlich wohl und fuhr im Qualifying die viertschnellste Zeit.
Das erste Rennen begann damit, dass sich van Drunen bequem in den Top 5 einreihte und sich auf die Fahrerinnen vor ihr konzentrierte. Gegen Ende des Rennens hatte sie sich bis an die Spitze vorgearbeitet, bevor ein untypischer Fehler zu einem kleinen Sturz führte. Die niederländische Fahrerin stieg schnell wieder auf, jagte die Führenden bis ins Ziel und überquerte die Linie als Vierte.
Ein weiterer hervorragender Start in Lauf zwei verschaffte van Drunen eine gute Ausgangsposition für einen potenziellen Podestplatz in der Gesamtwertung. In der ersten Runde kollidierte sie jedoch in der Luft mit einer anderen Fahrerin, was zu einem heftigen Sturz führte. Die 18-Jährige hatte Glück, dass sie sich keine schweren Verletzungen zuzog. Sie nahm das Rennen weit hinter dem Feld wieder auf und kämpfte sich bis auf den 18. Platz im Ziel vor. In der Tageswertung belegte van Drunen den zehnten Gesamtrang und liegt nun auf Platz neun der WMX-Weltmeisterschaft.
Zu den anderen Yamaha-Fahrerinnen, die in Deutschland eine gute Leistung zeigten, gehörten Shana van der Vlist, die einen beeindruckenden dritten Gesamtrang belegte, während Amandine Verstappen Sechste wurde.
In der EMX250-Klasse kehrte Bervoets nach einem gemischten Saisonstart auf seiner mit einem GYTR-Kit ausgestatteten YZ250F in das Renngeschehen zurück. Nachdem er sich als zehntschnellster Fahrer seiner Gruppe qualifiziert hatte, erlebte der Belgier ein solides erstes Rennen, bis ein technisches Problem seine Bemühungen vorzeitig beendete.
Regen vor und während des zweiten Laufs machte die Streckenverhältnisse extrem schwierig. Unbeeindruckt von dieser Herausforderung startete Bervoets knapp innerhalb der Top 20 und lieferte anschließend seine beste Fahrt der Saison ab. Bis zum Ende des Rennens hatte er sich auf den siebten Platz vorgekämpft, was sein bestes Karriereergebnis bedeutete. Bei noch sieben verbleibenden Runden liegt er nun auf Platz 27 der Serie.
Der brasilianische Rennfahrer Bernardo Tiburcio beeindruckte in Deutschland erneut, belegte den fünften Gesamtrang und liegt nun auf dem siebten Platz der Meisterschaft.
Bervoets’ Teamkollege Mano Faure fehlte beim Rennen in Deutschland, da er sich weiterhin von einem Beinbruch erholt, den er sich bei der dritten Runde in Italien zugezogen hatte.
Der WMX-Kalender legt nun eine kurze Pause ein, bevor er am Wochenende des 18. und 19. Juli in Großbritannien fortgesetzt wird, während die EMX250-Serie am nächsten Wochenende im lettischen Kegums gastiert.
Text/Bild: Yamaha Racing