• Top 10 für Calvin Vlaanderen im Qualifikationsrennen des Großen Preises von Lettland
Die Rennstrecke „Zelta Zirgs“ in Kegums, 70 Kilometer von der Hauptstadt Riga entfernt, ist seit 2009 Austragungsort von Grand-Prix-Rennen und bildet im achtzehnten Jahr in Folge die Kulisse für den Großen Preis von Lettland, dem achten Lauf zur FIM Motocross-Weltmeisterschaft. Mit ihrer sandigen Oberfläche, aber einem besonders soliden und harten Untergrund, gehört die lettische Strecke mit ihrem schnellen und technischen Layout, den großen Sprüngen und Highspeed-Passagen zu den anspruchsvollsten Herausforderungen der Saison für Fahrer und Teams. Am Morgen beendete Calvin Vlaanderen das freie Training auf einer durch heftige Regenfälle überschwemmten Strecke auf dem achten Platz und fuhr anschließend die neuntschnellste Zeit im Zeittraining, das über die Startaufstellung entscheidet. Nach einem schwierigen Start, der ihn in der ersten Runde auf Platz 16 zurückwarf, startete der Fahrer des Red Bull Ducati Factory MXGP Teams auf der unter den Sonnenstrahlen abtrocknenden Strecke eine furiose Aufholjagd, die mit dem zehnten Platz beim Überqueren der Ziellinie belohnt wurde.
Der Tag von Andrea Bonacorsi endete hingegen mit einem Sturz und dem anschließenden Transport ins Krankenhaus. Er begann mit der elftschnellsten Zeit im freien Training und der dreizehntschnellsten Zeit im Zeittraining. Nach einem perfekten Start auf seiner Desmo450 MX setzte sich Andrea schnell auf den siebten Platz und kämpfte mit den Spitzenfahrern der Königsklasse, bis vier Runden vor Schluss ein schwerer Sturz sein Qualifikationsrennen beendete. Der Italiener ist bei Bewusstsein und ansprechbar und wird vom medizinischen Personal sowie den Mitgliedern des Red Bull Ducati Factory MXGP Teams betreut. Er wird sich nun den notwendigen Untersuchungen im Krankenhaus von Riga unterziehen.
In der MX2-Klasse zeigte Ferruccio Zanchi ein starkes Aufholrennen. Nachdem er am Morgen im Zeittraining die zehntschnellste Zeit gefahren war, gelang ihm am Nachmittag ein guter Start in das Qualifikationsrennen. Allerdings wurde „Ferro“ in der ersten Kurve im Verkehr eingeklemmt und kam nur knapp außerhalb der Top 15 durch. Der Fahrer des Beddini Racing Ducati Factory MX2 Teams kämpfte sich jedoch kontinuierlich nach vorne und schaffte es bis auf den zwölften Platz, auf dem er das Rennen nach zwölf Runden auch beendete.
Text/Bild: Ducati corse