Jaydin Smart und Tymon Andrzejewski sicherten sich souveräne Siege in den Klassen YZ85 und YZ65 beim YZ BLU CRU FIM Europe Cup SuperFinale 2026 vor einer spektakulären Kulisse im Rahmen des Motocross of Nations im französischen Ernée.

Der Rennsamstag begann mit dem Lauf der YZ85-Klasse. Der Kroate Roko Ivandič erwischte einen fantastischen Start und sicherte sich direkt nach dem Startgatter den Holeshot vor Martín Ospina aus Kolumbien und dem Slowenen Leo Gasjer auf Rang drei. Der im Vorfeld als Mitfavorit gehandelte US-Amerikaner Jaydin Smart erwischte hingegen einen schweren Start und fiel auf der ersten Runde bis auf den achten Platz zurück.

Während sich Ivandič und Ospina an der Spitze einen harten Zweikampf um die Führung lieferten, kämpfte sich Smart kontinuierlich durch das Feld nach vorne. Bereits in den ersten Runden schob er sich bis auf Rang drei vor. Smart behielt die Führenden im Blick, erhöhte den Druck auf Ospina und übernahm in der sechsten Runde den zweiten Platz. Drei Runden vor Schluss setzte er schließlich das entscheidende Manöver und übernahm die Führung.

Der Brasilianer Henri Oliveira Krug belegte den vierten Platz vor Leo Gasjer aus Slowenien auf Rang fünf und dem Dänen Willads Gordon auf Rang sechs. Der Österreicher Maurice Heidegger überquerte die Ziellinie als Siebter, während Chandler Powell (Kanada), Lucas Taylor (Dänemark) und Stefan Lence (Kroatien) die Ränge acht bis zehn komplettierten.

YZ65-Klasse

In der YZ65-Klasse ging Tymon Andrzejewski als klarer Favorit an den Start. Der Pole wollte an seinen Triumph beim YZ65 BLU CRU Europe Cup SuperFinale 2025 in Schweden anknüpfen.

Den besten Start erwischte jedoch der Briten Tommy Wood, der sich mit einem hervorragenden Holeshot an die Spitze des Feldes setzte. Die Führung währte allerdings nicht lange: Noch in der ersten Hälfte der Eröffnungsrunde zog Andrzejewski an Wood vorbei und übernahm das Kommando. Hinter Wood rangierte der US-Amerikaner Ezra Armbruster auf dem dritten Rang.

In der Folge entwickelte sich zwischen Francis, Armbruster und Wood ein packender Dreikampf mit wechselnden Positionen. Dann folgte jedoch ein Rückschlag für Wood: Über das Vorderrad rutschend stürzte er auf Position drei liegend. Armbruster rückte dadurch auf Rang zwei vor, während Francis den vorübergehenden letzten Podestplatz übernahm.

Mit mehr als 14 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten nahm Wood das Rennen auf Rang vier wieder auf und blies zur Aufholjagd. Ein Sturz von Hudson Francis in der vierten Runde spülte Wood zurück auf das Podium. Auf der letzten Runde erwischte es schließlich auch Ezra Armbruster, der am Absprung eines Sprungs zu Sturz kam – dies spielte Wood am Ende den zweiten Platz in die Hände.

Tymon Andrzejewski überquerte schließlich mit einem souveränen Vorsprung von über 30 Sekunden auf Wood als Sieger die Ziellinie. Armbruster rettete trotz seines Sturzes den dritten Platz ins Ziel.

Der Slowene Matic Maček sicherte sich den vierten Platz, nachdem er Hudson Francis noch auf der letzten Runde abfangen konnte. Hugo Blascos belegte als bester spanischer Pilot den sechsten Rang. Dicht dahinter folgten der Portugiese Rodrigo Garcia auf Platz sieben und der Kanadier Kayden Mueller auf Platz acht. Die beiden finnischen Nachwuchsfahrer Felix Lind und Martti Kaurinkoski komplettierten die Top Ten auf den Rängen neun und zehn.

Morgen um 09:20 Uhr (MEZ) schließen die YZ125-Fahrer das Wochenende ab. Der Franzose Arnot Cazet sicherte sich vor heimischem Publikum die Pole-Position in der Qualifikation, gefolgt von Storm Maymann aus Dänemark und Luis Santeusanio aus der Schweiz auf den Plätzen zwei und drei.

Stimmen zum Rennen:

Jaydin Smart (Sieger YZ85):

„Ich hatte einen ziemlich schlechten Start, aber ich habe einfach mein Bestes gegeben und einen Fahrer nach dem anderen überholt. Ich bin super glücklich, diesen Sieg vor so einer riesigen Kulisse geholt zu haben.“

Tymon Andrzejewski (Sieger YZ65):

„Es war ein wirklich gutes Rennen für mich. Ich bin sehr glücklich damit und habe es sehr genossen, Teil des BLU CRU SuperFinales zu sein.“

Text/Bild: Yamaha Racing