Für Brandy Richards (KTM) ist die 6DAYS® FIM Enduro of Nations seit ihrem entscheidenden Beitrag zum Sieg der USA in der MOTOREX Women’s World Trophy 2019 ein zentraler Bestandteil ihrer Rennkarriere.

Jedes Jahr, wenn sie an den Start geht, setzt sie weiterhin die Maßstäbe als die Fahrerin, die es in der Frauenklasse zu schlagen gilt.

Im Jahr 2021 gewann sie in Italien alle 29 Sonderprüfungen – eine Leistung, die zuvor noch niemandem gelungen war und die seitdem unerreicht blieb.

Ihre größte Hürde musste sie jedoch 2025 überwinden, als ein Beinbruch im April desselben Jahres ihre Hoffnungen auf eine Teilnahme an den 6DAYS® in Italien ernsthaft gefährdete.

Trotz des extrem kurzen Zeitfensters von nur sieben Monaten zur Erholung von einer so schweren Verletzung sicherte sich Richards nicht nur ihren Platz im Team, sondern beendete das Rennen auch als schnellste Einzelstarterin bei den Damen und führte die USA zu ihrem sechsten Titel.

Dieser unglaubliche Einsatz unterstrich einmal mehr ihren Ehrgeiz, ihre Entschlossenheit und ihren Willen, die Beste zu sein.

„Es erforderte extrem viel Hingabe, diese Verletzung aufzuarbeiten“, sagt sie. „An den Tagen, an denen man nicht trainieren will und Schmerzen hat, muss man den Blick auf das Richten, was bevorsteht, und verstehen, wo sich diese harte Arbeit auszahlen wird.“

Für 2026 geht Richards bei den 6DAYS® in Portugal vollkommen fit, gesund und gewohnt hungrig auf den Sieg an den Start. Auf einem Terrain, das ihrer Heimat nach eigenen Angaben verblüffend ähnlich ist, weiß jeder, dass sie nur schwer zu schlagen sein wird.

„Ich möchte definitiv meinen fünften Einzelsieg anpeilen“, lächelt sie. „Dieses Terrain liegt mir am meisten. Bei den letzten beiden Ausgaben musste ich hart arbeiten, um im Schlamm gut zu sein, aber auf Sand bin ich aufgewachsen.“

Angesprochen auf die Jagd nach dem rekorverdächtigen siebten Titel in der MOTOREX Women’s World Trophy bei der hundertsten Ausgabe der 6DAYS® FIM Enduro of Nations gibt sich Richards bedeckt, zeigt sich aber selbstbewusst:

„Natürlich ist der Druck groß, aber wir sind mittlerweile daran gewöhnt. Wir haben dieses Jahr eine wirklich gute Chance!“

Text/Bild: FIM/Future7Media