Ein Wochenende voller Emotionen, Licht und Schatten erlebte das Becker Racing Team bei der vorletzten Runde des ADAC MX Masters auf der 1.540 Meter langen Strecke „Vellahner Heide“, auf der die Rennserie erst zum zweiten Mal gastierte. Mit insgesamt 13 Fahrern unter dem Teamzelt trat die Mannschaft stark vertreten in allen Leistungsklassen an. Während auf der Strecke wertvolle Punkte eingefahren wurden, überschattete ein schwerer Unfall im ersten Hauptlauf der Königsklasse das gesamte sportliche Geschehen.
Gedanken bei Maximilian Spies nach schwerem Sturz
Im ADAC MX Masters erwischte Maximilian Spies nach einer hervorragenden Qualifikation auf Platz 3 im ersten Wertungslauf einen sehr guten Start und reihte sich in der Spitzengruppe ein. Gegen Rennmitte kam es jedoch an einem weiten Bergabsprung zu einem schweren Sturz. Max wurde mit Verletzungen an der Halswirbelsäule umgehend per Rettungshubschrauber nach Hamburg geflogen und noch in der Nacht auf Sonntag ein erstes Mal operiert. Erfreulicherweise kann er seine Arme und Beine spüren und bewegen und auch aufstehen, jedoch steht ihm im Laufe der Woche eine weitere Operation sowie eine lange Phase der Rehabilitation bevor. Das gesamte Becker Racing Team sendet ihm die besten Genesungswünsche und wünscht ihm viel Kraft.
ADAC MX Masters – Pech für Nico Koch, erste Punkte für Thomas Vermijl
Neben den Sorgen um ihren Teamkollegen lieferten Nico Koch und Thomas Vermijl engagierte Rennen ab. Nico Koch startete von Rang 4 in die Läufe und sicherte sich im ersten Rennen einen soliden siebten Platz. Im zweiten Durchgang lag er nach einem hervorragenden Start lange auf Platz 2, ehe ihn ein technischer Defekt vorzeitig stoppte und auch die Teilnahme am dritten Wertungslauf verhinderte. In der Meisterschaft rangiert Koch nun auf Platz 8. Das kommende Rennen in Fürstlich Drehna wird sein letzter Einsatz für das Becker Racing Team sein, denn er wird das Team und den Bekleidungsausrüster Leatt nach dem Saisonfinale auf eigenen Wunsch verlassen.
Thomas Vermijl trotzte leichten technischen Problemen im Qualifying auf Platz 22 und steigerte sich nach den Rängen 25 und 21 im finalen dritten Wertungslauf auf den 19. Platz, womit er seine ersten Meisterschaftspunkte der laufenden Saison einfuhr.
ADAC Youngster Cup – Lucas Bruhn überzeugt mit Top-10-Ergebnis
Vier Piloten traten in der Youngster-Klasse an. Lucas Bruhn zeigte nach Rang 3 in seiner Qualifikationsgruppe eine durchweg starke Vorstellung und belegte mit den Laufplatzierungen 13, 11 und 9 einen hervorragenden neunten Platz in der Tageswertung. Damit schiebt er sich in der Gesamtwertung der Meisterschaft auf Rang 18 vor. Cyril Elsener beendete seine Läufe auf den Plätzen 37, 25 und 34. Maxime Lucas kämpfte sich über das Last-Chance-Rennen ins Hauptfeld und belegte die Ränge 28, 28 und 34, während Joshua Völker als erster Reservefahrer nachrückte und im dritten Lauf Platz 32 erreichte.
ADAC Junior Cup 125 und 85 – Bestleistung durch Marius Simonsen
In der 125er-Klasse setzte Marius Simonsen ein Ausreizeichen. Nach Platz 18 im Qualifying stürmte er im ersten Wertungslauf auf einen hervorragenden sechsten Platz, was sein bisher bestes Einzelergebnis im ADAC Junior Cup 125 darstellt. Mit Platz 26 im zweiten Durchgang sicherte er sich Rang 14 in der Tageswertung (Meisterschaft Rang 24). Mark Tanneberger belegte nach Quali-Rang 7 und einem Sturz im ersten Lauf am Ende Platz 15 in Lauf 2, was Platz 21 in der Tageswertung und Rang 11 in der Meisterschaft bedeutete. Luca Frank fuhr solide auf die Plätze 19 und 21 (Tageswertung P24 / Meisterschaft P23). In der 85er-Nachwuchsklasse sammelten Jesko Loberenz mit den Plätzen 22 und 24 sowie Johnny Schrader mit den Rängen 31 und 32 wertvolle Rennerfahrung. Oscar Brunsborg rückte als Reservefahrer nach und belegte im zweiten Lauf Platz 36.
Zwischenstand Teamwertungen und Saisonfinale
In den Gesamtwertungen der Teams belegt das Becker Racing Team aktuell den vierten Platz bei den ADAC MX Masters sowie Rang 8 in der Young Talents Teamwertung. Die letzte Entscheidung der Saison fällt am 26. und 27. September beim traditionellen Saisonfinale in Fürstlich Drehna.