Das ADAC MX Masters auf der Mischbodenstrecke „Vellahner Heide“ in Vellahn bot spektakulären Motorsport über alle Nachwuchs- und Profiklassen hinweg und brachte gleich zwei vorzeitige Titelentscheidungen hervor.
In der Königsklasse ADAC MX Masters stand das Wochenende ganz im Zeichen von Jörgen-Matthias Talviku und der vorzeitigen Meisterschaftsentscheidung. Der estnische Yamaha-Pilot zeigte eine überragende Leistung und sicherte sich mit drei Siegen in allen drei Wertungsläufen unangefochten den Tagessieg. Trotz der Dominanz von Talviku gab es auch für Roan van de Moosdijk großen Grund zum Jubeln: Dem niederländischen KTM-Fahrer reichten drei zweite Plätze, um sich bereits vor dem Saisonfinale in Drehna uneinholbar die Titelverteidigung zu sichern. Das Tagespodium komplettierte der Finne Jere Haavisto. Bester deutscher Pilot war Tom Koch auf Gesamtrang vier, gefolgt von Noah Ludwig auf Platz fünf. Überschattet wurde das Event jedoch von einem schweren Sturz von Maximilian Spies am Samstag, der den Abbruch des ersten Laufes nach sich zog und für den KTM-Piloten das vorzeitige Saisonende bedeutete. Local Hero Cato Nickel beendete sein Heimrennen auf einem soliden siebten Gesamtrang.
Auch im ADAC MX Youngster Cup knallten bereits die Korken für die Meisterschaft. Zwar feierte der Niederländer Gyan Doensen nach zwei Laufsiegen den Tageserfolg vor dem Dänen Nicolai Skovbjerg und Sebastian Leok aus Estland, doch die meiste Aufmerksamkeit zog Skovbjerg auf sich: Dem dänischen Husqvarna-Piloten reichten ein Sieg im ersten Durchgang sowie taktisch kluge Fahrten in den Folgeläufen, um sich vorzeitig die Krone im Youngster Cup zu sichern.
In den beiden Nachwuchsklassen prägten glanzvolle Doppelsiege das Geschehen. Im ADAC MX Junior Cup 125 setzte sich der Schweizer Emil Ziemer nach zwei packenden Rennläufen gegen den bisherigen Meisterschaftsführenden Lucas Leok durch und holte sich den Tagessieg vor Leok und dem Niederländer Timo Heuver. Im ADAC MX Junior Cup 85 dominierten die lettischen Cirulis-Zwillinge das Feld: Patriks Cirulis setzte sich mit einem Doppelsieg gegen seinen Bruder Martins Cirulis durch, während der Brite Harry Dale als Dritter den Sprung aufs Podest komplettierte.