Guillem Farres von Triumph Factory Racing hat die MX2-Klasse beim MXGP von Tschechien gewonnen. Als Tabellenführer angereist, feierte der Spanier seinen vierten Grand-Prix-Sieg in Folge und baute seine Führung in der Weltmeisterschaft weiter aus. Teamkollege Camden McLellan komplettierte als Zweiter den doppelten Podestplatz für das Team – bereits das fünfte Mal in dieser Saison. Um das großartige Wochenende des Teams abzurunden, hat Triumph nun auch die Führung in der Konstrukteurswertung übernommen.

Eine Woche nachdem er die Spitze der MX2-Weltmeisterschaft übernommen hatte, reiste Farres mit neuem Fokus nach Loket. Seine TF 250-X war dabei zum ersten Mal in seiner Karriere mit den roten Nummernnschildern des Tabellenführers geschmückt. Die technische Strecke war trotz des warmen Wetters im Vorfeld des Grand Prix gut präpariert, und Farres startete mit einem starken dritten Platz im Qualifikationsrennen in das Wochenende.

Im ersten Lauf nutzte Farres seinen guten Start und lag in der ersten Rennhälfte auf Rang zwei. Anschließend zog der Spanier am zu Beginn führenden Janis Reisulis vorbei, übernahm die Kontrolle und hielt von da an einen komfortablen Vorsprung, um seinen 12. Grand-Prix-Laufsieg der Saison einzufahren.

Auch im zweiten Lauf gelang Farres ein hervorragender Start. Er lag von der ersten Runde an hinter Liam Everts auf dem zweiten Platz. Der Triumph-Pilot konnte Everts zwar nicht ganz einholen, wusste aber, dass der zweite Platz mehr als ausreichend war, um seinen fünften GP-Gesamtsieg des Jahres zu sichern, und begnügte sich mit Rang zwei. Farres reist aus Tschechien mit einem Vorsprung von 33 Punkten an der Tabellenspitze ab.

Auch McLellan stellte in Tschechien sein Können unter Beweis. Im ersten Rennen kämpfte er sich von außerhalb der Top 10 bis auf den zweiten Platz im Ziel vor. Im zweiten Lauf arbeitete er sich im Klassement bis auf Rang vier nach vorne. Für seinen Einsatz wurde er mit dem zweiten Gesamtrang belohnt – seine achte Podiumsplatzierung in dieser Saison. Damit klettert McLellan sechs Läufe vor Schluss wieder auf den dritten Platz der Gesamtwertung.

Ebenfalls in Loket am Start, allerdings in der MXGP-Klasse, sicherte sich Ben Watson von Dirt Store Triumph auf seiner TF 450-X den 12. Gesamtrang.

Nach einer weiteren starken Vorstellung der Teamkollegen von Triumph Factory Racing in Tschechien richtet sich ihr Fokus nun auf den MXGP von Flandern am kommenden Wochenende. Das Event auf der tiefen Sandstrecke von Lommel in Belgien markiert die 14. von 19 Runden.

Guillem Farres: „Ich bin wirklich glücklich, meinen vierten Grand-Prix-Sieg in Folge geholt und weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt zu haben. Im zweiten Lauf war mein Start ordentlich, wenn auch nicht mein allerbester, und ich habe mich recht schnell auf Platz zwei geschoben. Von da an habe ich versucht, das Tempo von Liam Everts mitzugehen, aber er ist wirklich stark gefahren. Also habe ich mich mit dem zweiten Platz begnügt und den Gesamtsieg gesichert. Ich bin zufrieden mit dem Wochenende und freue mich schon auf die nächste Runde.“

Camden McLellan: „Es ist gut, wieder auf dem Podium zu stehen, aber ich kann nicht behaupten, dass ich mit meinem Wochenende rundum zufrieden bin. Meine Starts waren einfach nicht gut genug, das muss ich in den Griff bekommen. Meine Fahrleistung war gut, aber ich habe das Gefühl, dass an diesem Wochenende noch viel mehr drin gewesen wäre. Wir werden diese Woche daran arbeiten, die Starts zu verbessern, und hoffentlich kann ich nächstes Wochenende in Lommel noch stCrosser zurückkommen.“

Vincent Bereni – Teammanager Triumph Factory Racing: „Loket ist ein sehr anspruchsvoller Kurs, besonders was das Fahrwerk angeht. Die Bedingungen waren heiß, die Strecke bot sehr wenig Grip und Schwung durch bestimmte Abschnitte mitzunehmen, war an diesem Wochenende absolut entscheidend. Nach der Streckenbesichtigung am Freitag waren wir mit der gewählten Abstimmung zufrieden und haben keine großen Änderungen mehr an den Motorrädern vorgenommen. Das hat beiden Fahrern viel Selbstvertrauen gegeben, was sich auch darin zeigte, dass beide an der Spitze mitfuhren. Ich bin ein wenig enttäuscht, weil ich ehrlich glaube, dass Camden den Speed hatte, um an diesem Wochenende der stärkste Fahrer zu sein – auch wenn das Gesamtergebnis das nicht ganz widerspiegelt. Wir haben an einer Strategie gearbeitet, um ihn wieder nach vorne zu bringen, und Schritt für Schritt zahlt sich das aus. Für Guillem gab es den zusätzlichen Druck, zum ersten Mal mit dem Red Plate zu fahren, und er hat das extrem gut gemeistert. Camden ist nun auf Platz drei der Meisterschaft geklettert, was ein weiterer positiver Punkt für das Team ist. Zudem übernehmen wir die Führung in der Konstrukteurswertung – eine großartige Leistung. Jetzt müssen wir einfach weiter konzentriert arbeiten und den Fokus auf die verbleibenden Rennen richten.“

Text/Bild: Triumph Racing