In der Putoline Oil FIM Youth Enduro-Weltmeisterschaft ist noch alles völlig offen, während sich die Paulo Duarte FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft der zweiten Saisonhälfte nähert, die mit der vierten Runde in Fafe, Portugal, vom 12. bis 14. Juni beginnt.
Außergewöhnlich enge Rennen führen dazu, dass Simone Cagnoni vom Team KTM Pro Racing Sport nach drei Runden die Wertung in der Putoline Oil Youth Enduro-Klasse anfühlt. Dabei trennen die drei erstplatzierten Fahrer lediglich drei Punkte, und nur 14 Punkte liegen zwischen den Top-5-Konkurrenten in der Gesamtwertung.
Die Putoline Oil Youth Enduro-Klasse, die in der EnduroGP schon immer eine hart umkämpfte Kategorie war, hält auch 2026, was sie verspricht. In dieser Saison gab es bei den drei bisherigen Runden und sechs Renntagen bereits vier verschiedene Laufsieger und sechs unterschiedliche Fahrer auf dem Podium.
Vor der vierten von sieben Runden ist es Simone Cagnoni vom Team KTM Pro Racing Sport, der zum allerersten Mal als Führender der Meisterschaft nach Portugal reist. Der Italiener hat sich im Jahr 2026 bislang als Musterbeispiel an Konstanz erwiesen, stand viermal auf dem Podium und landete nie schlechter als auf dem fünften Platz.
Obwohl er noch keinen Sieg verbuchen konnte, legt er eine starke Meisterschaftsserie hin und hält derzeit einen Vorsprung von drei Punkten auf Pietro Scardina (TM MOTO Costa Ligure) und Yago Dominguez (WP Eric Auge), die punktgleich dahinter liegen.
Scardina startete beim Saisonauftakt in Sizilien direkt voll durch und sicherte sich den Sieg am ersten und Platz vier am zweiten Tag. Beim Polisport GP von Spanien gewann er erneut am ersten Renntag, während er sich dieses Mal am zweiten Tag auf Platz drei verbesserte.
Der GP von Finnland meinte es mit dem Italiener jedoch nicht ganz so gut. Einem zweiten Platz am ersten Tag folgte ein Nuller am zweiten Tag, was seine Chancen, die Tabellenführung zu übernehmen, empfindlich dämpfte.
Für Dominguez war diese Saison bisher von einer stetigen Weiterentwicklung geprägt. Der junge Spanier erlebte mit den Plätzen 4 und 5 in Italien einen soliden Start in seine Kampagne. Bei seinem Heim-Grand-Prix holte er mit Platz drei am ersten Tag sein erstes Podiumsergebnis und wurde am zweiten Tag Vierter. Doch in Finnland schlug seine große Stunde.
Nachdem er am ersten Tag einen weiteren vierten Platz verbucht hatte, fuhr er am zweiten Tag einen beeindruckenden Debütsieg ein, der ihn mitten in den diesjährigen Titelkampf katapultierte. Nachdem er bewiesen hat, dass er den nötigen Speed besitzt, wird der WP Eric Auge-Fahrer in Portugal hart um weitere Erfolge kämpfen.
Knapp außerhalb der Top 3 liegt Valentin Mersin von Fantic Factory Racing auf Platz vier, der sich beim GP von Finnland ebenfalls zum ersten Mal als Sieger eintragen konnte. Der junge französische Fahrer hat einen schwachen 14. Platz am ersten Tag der ersten Runde weggesteckt und sich rechtzeitig zur Saisonhalbzeit wieder ins Gespräch gebracht.
Mersins Teamkollege bei Fantic Factory Racing, Riccardo Pasquato, komplettiert die Top Five, obwohl er den GP von Finnland verletzungsbedingt verpasst hat. Der Italiener führte die Meisterschaft während der ersten zwei Runden mit einer extrem konstanten Serie von 2-1-2-1 an.
Nachdem er gezwungen war, die dritte Runde auszulassen, hofft er auf ein Comeback in Portugal, um sich in der Tabelle wieder nach oben zu arbeiten. Mit nur 14 Punkten Rückstand auf den Führenden Cagnoni ist für Pasquato noch keineswegs alles verloren.
Die Paulo Duarte FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft wird mit der vierten Runde, dem GP von Portugal I, in Fafe vom 12. bis 14. Juni fortgesetzt.
Text/Bild: Enduro GP