Kawasaki Racing Team MXGP-Fahrer Romain Febvre fuhr im Qualifikationsrennen zum tschechischen Lauf der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft in Loket auf den zweiten Platz und setzt damit die Verfolgung zur Verteidigung seines Weltmeistertitels fort.
Als dreimaliger GP-Sieger auf der Berg-und-Tal-Bahn im Nordwesten Tschechiens begnügte sich Febvre im Zeittraining mit der drittschnellsten Zeit – bei weniger als einer Sekunde Abstand zwischen den ersten fünf Fahrern und einer sehr offenen Startplatzwahl. Der Franzose wählte einen mittleren Startplatz, kam als Fünfter aus der ersten Kurve und fand nach den hektischen ersten Runden seinen Rhythmus. Ein hervorragend kalkuliertes Überholmanöver über mehrere Kurven hinweg brachte ihn in Runde drei auf Rang vier. In den darauffolgenden Runden setzte er direkt weitere Überholmanöver nach, etablierte sich noch vor der Rennhälfte auf einem soliden zweiten Platz und brachte diesen sicher ins Ziel. Damit verkürzte er den Abstand zum aktuellen Tabellenführer um weitere neun Punkte.
Romain Febvre: „Das Ergebnis in der Qualifikation war in Ordnung, aber ich bin nicht den ganzen Tag mein bestes Rennen gefahren. Die Strecke war trockener als sonst und wir haben in jeder Session viele verschiedene Abstimmungen ausprobiert, sind am Ende aber mit dem falschen Set-up gefahren. Aber das ist okay; jetzt wissen wir die Richtung für morgen.“
Febvre war der einzige KRT-Fahrer in Loket. Teamkollege Pauls Jonass erlitt am vergangenen Wochenende in England einen schweren Sturz, und das medizinische Protokoll des Weltverbands FIM schließt eine Teilnahme von Fahrern innerhalb von sieben Tagen aus Sicherheitsgründen aus.
Antti Pyrhönen (KRT-Teammanager): „Die erste Priorität ist immer die Gesundheit und Genesung des Fahrers. Für Pauls wäre es nach seinem Sturz in England also noch zu früh, hier an den Start zu gehen – und natürlich hat die FIM ihr Protokoll, das respektiert werden muss. Was Mathis (Valin) betrifft, verläuft seine Genesung gut; er benötigte keine Operation, aber man muss der Verletzung die nötige Zeit zum Ausheilen geben. Er arbeitet viel mit dem Physiotherapeuten und hält gleichzeitig seine körperliche Fitness aufrecht. Er ist positiver Stimmung und freut sich darauf, wieder Rennen zu fahren. In wenigen Tagen steht eine medizinische Kontrolle an und wir hoffen, dass er grünes Licht bekommt, wieder mit dem Training auf dem Motorrad zu beginnen.“
Der Niederländer Kay Karssemakers von DRT Kawasaki erzielte mit dem elften Platz im Qualifikationsrennen der FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft sein bisher bestes Ergebnis auf dem tschechischen Hartbodenkurs. Mit einer gewohnt aggressiven Auftaktrunde machte er aus einem zwölften Startplatz nach Runde eins Rang neun, wurde bis zur dritten Runde jedoch wieder auf Platz elf zurückgeworfen. Unbeeindruckt von dem Fehler blieb er bis zum Ziel dran, verpasste als Elfter nur knapp die Meisterschaftspunkte, blickt aber zuversichtlich auf die morgigen Rennläufe, nachdem er die Zielflagge in Sichtweite von Platz acht überquerte.
Kay Karssemakers: „Im Zeittraining habe ich keinen guten Fluss gefunden, aber im Qualifikationsrennen hatte ich von einem mittleren Startplatz aus einen wirklich guten Start und lag in den Top Ten, bis mir ein Ausrutscher passierte. Ich war mit meiner Fahrweise im Rennen zufrieden und kann den GP-Rennen morgen zuversichtlich entgegenblicken.“
Text/Bild: Kawasaki Racing Team