MXGP 2026, Runde 19 von 19, Hidden Valley Motorsports Complex, Australien

Die FIM-Motocross-Weltmeisterschaft 2026 ging für Red Bull KTM Factory Racing im australischen Hidden Valley bei der neunzehnten und letzten Runde der Serie mit Top-5-Ergebnissen zu Ende. Andrea Adamo fuhr auf der KTM 450 SX-F auf den 4. Gesamtrang in der MXGP, während Sacha Coenen auf der KTM 250 SX-F auf der neuen Anlage in Darwin Platz 5 in der MX2 belegte. Coenen sicherte sich damit die Bronzemedaille für 2026.

Highlights und Schlüsselmomente vom Hidden Valley Motorsports Complex:

  • Andrea Adamo beendet den Grand Prix in Australien auf Platz 4 und bestätigt damit nach seiner Rookie-Saison in der Königsklasse den 5. Rang in der MXGP-Gesamtwertung. Der Italiener holte mit der KTM 450 SX-F insgesamt 13 Top-5-Laufplatzierungen.
  • 5. Platz in der Tageswertung für den ehemaligen Titelkandidaten Sacha Coenen, der seine MX2-Saison auf Platz 3 beendet – eine persönliche Bestleistung. Der 19-Jährige gewann 4 Grands Prix und erzielte 8 Podestplätze.
  • Simon Längenfelder verpasst den Grand Prix krankheitsbedingt. Der Deutsche verbuchte auf dem Weg zu Platz 5 in der Gesamtwertung 2026 insgesamt 4 Siege in den Qualifikationsrennen, 5 Lauf-Tumphe, 3 Grand-Prix-Siege und 8 Podestplätze.
  • Lucas Coenen beendet die MXGP-Saison 2026 auf dem 6. Platz der Meisterschaft. Der Belgier trug das Red Plate und erzielte 13 Laufsiege, 5 Grand-Prix-Erfolge sowie 8 Podiumsplatzierungen.
  • Das Motocross of Nations 2026 wird die internationale Saison abschließen, wobei alle drei aktiven Red Bull KTM-Fahrer in zwei Wochen ihre Länder im französischen Ernée vertreten werden.

Zum zweiten Mal in Folge hieß der eindrucksvolle Hidden Valley Motorsports Complex die MXGP willkommen – und erfreulicherweise bei deutlich besserem Wetter im Vergleich zu den stürmischen Bedingungen von 2025 beim ersten Australien-Grand-Prix seit 2001. Red Bull KTM reiste im Wissen in das Northern Territory, dass Sacha Coenen noch Außenseiterchancen auf den Titel 2026 hatte, Simon Längenfelder eine Medaille im Blick hatte (jedoch mit einer Erkrankung zu kämpfen hatte) und Andrea Adamo nur einen einzigen Punkt von den Top 4 der MXGP entfernt lag.

Am Samstag erwischte Adamo im MXGP-Qualifikationsrennen einen starken Start und hielt bis zur Schlussphase eine Top-3-Position. Die Nummer 80 sicherte sich schließlich Platz 4. Die MX2 musste auf Längenfelder verzichten: Der Deutsche hatte mit einem Virus zu kämpfen, der Fieber sowie Magenprobleme verursachte und den Weltmeister von 2025 zu geschwächt zum Fahren zurückließ. Coenen verhakte sich im MX2-Qualifikationslauf am Startgatter und kämpfte sich vom letzten Platz noch auf Rang 6 nach vorne.

Mit geschrumpfter Besetzung trat Red Bull KTM am finalen Renntag auf dem schnellen und attraktiven Kurs mit roter Erde an. Adamo erwischte ordentliche Starts und präsentierte sich im Vergleich zu den Läufen in der Türkei und in China in den vergangenen zwei Wochen deutlich konkurrenzfähiger. Der Italiener fuhr im ersten Wertungslauf auf Platz 3 und holte damit sein zweites Top-3-Ergebnis der Saison. Im zweiten Lauf hielt er dieselbe Position, bis er dem Tempo von Romain Febvre nachgeben musste, bestätigte aber sowohl auf der Strecke als auch in der Event-Wertung den 4. Platz.

In der MX2 konnte Sacha das Tempo seiner Rivalen im Kampf um die Podestplätze nicht ganz mitgehen. Zudem fuhr der Belgier auf der schnellen und rauen Strecke vorsichtig, um mit den Platzierungen 5 und 4 den 5. Tagesrang einzufahren und Platz 3 in der Jahreswertung abzusichern.

Red Bull KTM schloss das Jahr 2026 mit insgesamt 5 MXGP-Siegen und 8 Podestplätzen aus 19 Runden ab. In der MX2 entschied das Team 7 von 19 Runden für sich und sammelte 16 Podiumsplatzierungen. Zudem hielt das Team mit drei seiner vier Fahrer das Red Plate des Tabellenführers.

Andrea Adamo (Italien), Simon Längenfelder (Deutschland) und Sacha Coenen (Belgien) werden nun beim 79. Motocross of Nations am 3. und 4. Oktober im französischen Ernée an den Start gehen.

Andrea Adamo (Platz 3 und 4 für den 4. Gesamtrang in der MXGP, 5. Platz in der Endwertung):

„Sehr zufrieden im Vergleich zum vergangenen Wochenende in China. Wir haben einige Verbesserungen vorgenommen und sie haben sich ausgezahlt. Wir müssen in dieser Richtung weiterarbeiten. Platz 4 im Qualifikationslauf sowie 3 und 4 in den Wertungsläufen, punktegleich mit Platz 3 – ein gutes Wochenende. Jetzt geht es endlich nach Hause und danach zum MX of Nations, auf das ich schon extrem heiß bin. Ich bin wirklich glücklich über die Saison. Sie war solide und ich bin sehr stolz. Platz 5 in der Meisterschaft und nur ein Handvoll Punkte von den Top 4 entfernt: Wir haben unser Ziel erreicht. Ich weiß, dass wir noch ein bisschen mehr arbeiten müssen – sowohl an mir als auch am Motorrad. Wenn man einen neuen Prototyp auf die Strecke bringt, gibt es offensichtliche Fortschritte, aber eben auch Entwicklungsarbeit. Ich bin zuversichtlich, dass es für 2027 gut sein wird.“

Sacha Coenen (Platz 5 und 4 für den 5. Gesamtrang in der MX2, 3. Platz in der Endwertung):

„Australien ist vorbei – und es war nicht das beste Wochenende. Der Samstag war etwas schwierig, aber mein Gefühl war am Sonntag besser und ich war etwas näher an der Spitze dran. Im ersten Lauf erwischte ich einen wirklich guten Start, habe es dann aber vermasselt und musste mich wieder unter die Top 5 zurückkämpfen. Es war nicht einfach zu überholen, und ich hatte auch einen kleinen Sturz mit einem zu Überrundenden. Die erste Kurve des zweiten Laufs war ziemlich schlecht; ich habe Zeit verloren und kam danach nicht richtig in Schwung. Zumindest konnte ich noch ein gutes Überholmanöver ansetzen, um als Vierter ins Ziel zu kommen. Das war’s für diese Saison. Jetzt geht es in die USA.“

Joel Smets (Teammanager Red Bull KTM Factory Racing):

„Die MX2 war hart, denn Simon hat das Talent, die Kondition und alles, was man braucht, um Meisterschaften zu gewinnen. Obwohl die Saison gut begann, gab es nach der sechsten oder siebten Runde einen Einbruch, den wir uns immer noch schwer erklären können. Wir haben versucht, das Ruder herumzureißen, aber Platz 5 war weit von unserem Ziel entfernt. In der MXGP hatten wir ebenfalls Platz 5, aber mit einem Rookie – das fühlt sich wie ein Sieg an. Wir haben die Entscheidung getroffen, den Prototypen einzusetzen, und waren sehr konstant. Wir hatten keine extremen Höhen, aber auch keine tiefen Tiefs. Wir haben viel gelernt und sind definitiv bereit, nächstes Jahr mit Andrea den nächsten Schritt zu machen.“

Results MXGP Australia 2026

1. Jeffrey Herlings (NED), Honda, 1-1
2. Romain Febvre (FRA) Kawasaki, 2-2
3. Tom Vialle (FRA), Honda, 4-3
4. Andrea Adamo (ITA), Red Bull KTM Factory Racing, 3-4

Final Standings MXGP 2026

1. Jeffrey Herlings (NED), Honda, 973 points
2. Romain Febvre (FRA), Kawasaki, 805
3. Tim Gajser (SLO), Yamaha, 659
5. Andrea Adamo (ITA), Red Bull KTM Factory Racing, 637
6. Lucas Coenen (BEL), Red Bull KTM Factory Racing, 566
10. Kay de Wolf (NED) Husqvarna, 428

Results MX2 Australia 2026

1. Camden Mc Lellan (RSA). Triumph, 1-2
2. Liam Everts (BEL), Husqvarna 3-1
3. Janis Reisulis (LAT), Yamaha, 4-3
5. Sacha Coenen (BEL) Red Bull KTM Factory Racing, 5-4

DNS. Simon Längenfelder (GER), Red Bull KTM Factory Racing

Final Standings MX2 2026

1. Guillem Farres (ESP), Triumph, 904 points
2. Camden Mc Lellan (RSA), Triumph, 868
3. Sacha Coenen (BEL) Red Bull KTM Factory Racing, 814
4. Liam Everts (BEL), Husqvarna, 795
5. Simon Längenfelder (GER), Red Bull KTM Factory Racing, 768

Text/Bild: KTM/KTM Images/JP Acevedo