MXGP 2026, Runde 9 von 19, Montevarchi, Italien

Weitere Trophäen in gleich zwei Kategorien für Red Bull KTM in dieser Saison in Montevarchi und beim Großen Preis von Italien. Sacha Coenen gewann die MX2-Klasse beim zweiten Event in Folge mit der KTM 250 SX-F, während sein Zwilling Lucas mit der KTM 450 SX-F den 2. Gesamtrang belegte und damit sein sechstes MXGP-Podiumsergebnis der laufenden Saison einfuhr. Das italienische Rennen markierte den Beginn eines weiteren „Triple-Headers“ (drei Rennwochenenden am Stück) der MXGP-Saison 2026, wobei in den kommenden Wochen Reisen nach Portugal und Südafrika anstehen.

Highlights und Schlüsselmomente aus Montevarchi:

  • Lucas Coenen startete zwei Aufholjagden, um mit den Plätzen 3-3 seine Serie von Top-3-Lauf-Ergebnissen auf neun Rennen auszubauen; der Belgier behält das Rote Schild mit 56 Punkten Vorsprung.
  • Sacha Coenen feiert seinen dritten MX2-GP-Sieg der Saison und festigt seine Führung mit dem Roten Schild auf 41 Punkte.
  • Andrea Adamo verpasst das MXGP-Podium um nur 5 Punkte; er holt am Tag die Plätze 7-4 und sichert sich im zweiten Lauf den Holeshot.
  • Simon Längenfelder beendet den ersten Lauf auf Platz 3, doch ein komplizierter zweiter Durchgang bringt ihn auf Platz 6 der Grand-Prix-Gesamtwertung.
  • Agueda und der Terra Topia MX Track führen die MXGP in den nächsten zwei Wochen an zwei extreme geografische Punkte auf zwei verschiedenen Kontinenten.

Der enge, staubige Hartboden von Montevarchi feierte sein Comeback im Grand-Prix-Kalender für den italienischen Lauf der Rennserie. Die Strecke südlich von Florenz war vor genau 20 Jahren zum letzten Mal Gastgeber der MXGP, und das Wetter präsentierte sich heiß und sonnig für die Rückkehr ins Rampenlicht der FIM-Weltmeisterschaft.

Die Coenen-Brüder hatten nach einem erfolgreichen Debüt im Thunder Valley in Lakewood, Colorado, beim dritten Lauf der AMA Pro Nationals in den USA kaum Zeit zum Ausruhen: Lucas stand dort auf der KTM 450 SX-F FACTORY EDITION als Zweiter auf dem Podium, während Sacha den zweiten Lauf auf der 250-Kubik-Version desselben Motorrads gewann. Die Zwillinge reisten daraufhin mit ihren Roten Schilden als Führende der MXGP- bzw. MX2-Serie zum Einsatz nach Montevarchi.

Andrea Adamo glänzte am Samstag in den Qualifikationsrennen. Der Italiener startete gut und holte sich ein Top-3-Ergebnis für die Punkte sowie denselben Platz in der Startaufstellung für die Wertungsläufe. Die Strecke machte das Überholen schwer, und Lucas konnte die Ziellinie nur auf P6 überqueren. In der MX2 landete Sacha auf P4, während Simon Längenfelder nach einem Sturz in der ersten Kurve vorsichtig auf P11 ins Ziel kam.

Lauf 1 der MXGP sah Coenen, wie er sich wieder in die Top 3 nach vorne kämpfte, während Adamo vor den erwartungsvollen heimischen Fans ebenfalls ein starkes Rennen fuhr und P7 belegte. Der zweite Lauf verlief ähnlich, allerdings kam Andrea gut vom Startgatter weg und folgte seinem Teamkollegen über die Ziellinie, womit die KTMs auf den Plätzen 3 und 4 einfuhren.

Im ersten MX2-Lauf erwischte Längenfelder einen seiner besten Starts der letzten Rennen und übernahm direkt in der ersten Kurve die Führung. Der Weltmeister blieb daraufhin fehlerfrei und sicherte sich das Ergebnis auf P3. Sacha lag vom Start weg auf P4, musste sich zunächst durch den Verkehr und den aufgewirbelten Dreck (Roost) kämpfen, bevor er einen Rhythmus fand, der gut genug war, um seinen Teamkollegen zu überholen und sich P2 zu sichern. Im zweiten Rennen holte Simon erneut den Holeshot, doch einige kritische Momente der Unentschlossenheit kosteten ihn Positionen, während Sacha zu einem weiteren zweiten Platz stürmte und sich damit Platz 1 in der Gesamtwertung sicherte.

Die Brüder werden ihre jeweiligen Klassen nun zum dritten Grand Prix in Folge anführen, wenn die Serie nach Agueda weiterzieht – der Heimat des Grand Prix von Portugal seit der Jahrhundertwende, wo am kommenden Wochenende die zehnte Runde ausgetragen wird.

Lucas Coenen, Platz 3 und 3 für den 2. Gesamtrang in der MXGP: „Ich bin froh, hier auf dem Podium zu stehen, damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Es hat einige Zeit gedauert, sich an diese Strecke anzupassen, und ich hatte einen schlechten Start am Gatter. Ich bin gut gefahren, um zu überholen und an die anderen Jungs an der Spitze heranzukommen. Der zweite Lauf war auch gut… aber ich wollte keinen großen Fehler machen. Die Strecke war tückisch, also bin ich clever gefahren und habe auf Sicherheit gesetzt.“

Andrea Adamo, Platz 7 und 4 für den 4. Gesamtrang in der MXGP: „Definitiv ein gutes Wochenende, ich bin ziemlich glücklich mit meiner Konstanz. Am Start des ersten Laufs war ich etwas zu ungestüm, aber die anderen waren gut. Wir hätten vielleicht über das Podium nachdenken können, wenn der erste Lauf nicht verpatzt worden wäre. P4 in der Gesamtwertung ist aber immer noch solide, und das ist es, was wir anstreben. Mein Heim-GP war fantastisch, auch wenn die Strecke nicht die beste war. Eine verrückte Atmosphäre. Jetzt geht es nach Portugal, wo ich gute Erinnerungen an das 1-1-1 vom letzten Jahr habe.“

Sacha Coenen, Platz 2 und 2 für den 1. Gesamtrang in der MX2: „Ein schwieriges Wochenende hier mit dieser Strecke. Sie hat sich tatsächlich ziemlich stark verändert. Wir haben das Beste daraus gemacht, und ich habe einfach versucht, das Rennen so gut und sicher wie möglich zu beenden. Im ersten Lauf bin ich gut gestartet, habe dann aber vor der Boxengasse einen dummen Fehler gemacht. Das bedeutete, dass ich viele Positionen wieder gutmachen musste, aber ich hatte einen guten Flow.“

Simon Längenfelder, Platz 3 und 12 für den 6. Gesamtrang in der MX2: „Ein kniffliges Wochenende. Ich kam mit einem guten Gefühl nach Italien, aber der Startsturz im Qualirennen hat mich zurückgeworfen. Trotzdem konnte ich mich noch auf Platz 11 vorkämpfen, sodass die Startplatzwahl für die Sonntagsrennen gar nicht so schlecht war. Die Holeshots waren das einzig Positive, denn ich hätte ein anderes Level gebraucht, um mit den Jungs mitzugehen. Ich habe die falschen Entscheidungen getroffen. Nicht das beste Fahrverhalten oder Fahrgefühl, daher war es schwer, da wieder herauszukommen. Ich werde nicht aufhören zu kämpfen.“

Results MXGP Italy 2026

1. Jeffrey Herlings (NED), Honda, 1-2
2. Lucas Coenen (BEL), Red Bull KTM Factory Racing, 3-3
3. Maxime Renaux (FRA), Kawasaki, 2-6
4. Andrea Adamo (ITA), Red Bull KTM Factory Racing, 7-4

Standings MXGP 2026 after 9 of 19 rounds


1. Lucas Coenen (BEL), Red Bull KTM Factory Racing, 449 points

2. Jeffrey Herlings (NED), Honda, 393
3. Romain Febvre (FRA), Kawasaki, 347
6. Andrea Adamo (ITA), Red Bull KTM Factory Racing, 281
7. Kay de Wolf (NED) Husqvarna, 273

Results MX2 Italy 2026


1. Sacha Coenen (BEL) Red Bull KTM Factory Racing, 2-2

2. Guillem Farres (ESP), Triumph, 1-5
3. Camden McLellan (RSA), Triumph, 7-1
4. Liam Everts (BEL), Husqvarna 4-3
6. Simon Laengenfelder (GER), Red Bull KTM Factory Racing 3-12

Standings MX2 2026 after 9 of 19 rounds


1. Sacha Coenen (BEL) Red Bull KTM Factory Racing, 431 points

2. Guillem Farres (ESP), Triumph, 390
3. Camden McLellan (RSA), Triumph, 373
4. Simon Laengenfelder (GER), Red Bull KTM Factory Racing, 372
5. Liam Everts (BEL), Husqvarna, 354

Text/Bild: KTM/KTM Images/JP Acevedo